Osnabrück (l. Amenyido) spielte mit Trauerflor, Rodrigo Zalazar und St. Pauli ohne.
  • Osnabrück (l. Amenyido) spielte mit Trauerflor, Rodrigo Zalazar und St. Pauli ohne.
  • Foto: imago images/Revierfoto

Keine Schweigeminute, kein Trauerflor: St. Pauli schert bei Trauer um Maradona aus

Der Tod von Diego Maradona hat die Fußball-Welt tief getroffen. Die Anteilnahme weltweit ist riesig, auch in Deutschland genoss der Argentinier ob seiner einzigartigen sportlichen Fähigkeiten gebührenden Respekt.

Es hieß, alle Erst- und Zweitligisten würden mit einer Schweigeminute vor dem jeweiligen Anpfiff Abschied nehmen und mit Trauerflor spielen. Davon war am Freitagabend am Millerntor allerdings nur sehr eingeschränkt etwas zu sehen.

FC St. Pauli spielte ohne Trauerflor

Denn beim Duell mit dem VfL Osnabrück trugen nur die Gäste schwarze Binden, eine Schweigeminute gab es ebenso wenig wie Trauerflor bei den Hausherren. Im Gegensatz auch zu Darmstadt 98 und Eintracht Braunschweig, zum VfL Wolfsburg und Werder Bremen, die sämtlich am Freitagabend mit Trauerflor spielten, zum SV Sandhausen, zu Erzgebirge Aue, dem SC Paderborn, Jahn Regensburg und den Würzburger Kickers am Samstag.

Aber warum?

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„Die DFL hat den Vereinen freigestellt, ob sie eine Gedenkminute halten oder in Trauerflor spielen wollen“, gab Präsident Oke Göttlich auf MOPO-Nachfrage zu verstehen. Zudem habe sich die gesamte Fußballfamilie medial gebührend von Diego Maradona verabschiedet, „wir ebenfalls. Er war unbestritten ein Ausnahmespieler. Allerdings haben Trauerflor oder Schweigeminute eine starke Symbolik, die Leuten aus dem Verein oder dem nahen Umfeld vorbehalten sind“.

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