HSV-Vorstand Jonas Boldt telefoniert
HSV-Vorstand Jonas Boldt telefoniert
  • Foto: WITTERS

„Wir diskutieren viele Namen“: Diesen Spielertypen wünscht sich Boldt beim HSV

Sein Smartphone glüht. Jonas Boldt steht in Andalusien mächtig unter Strom, der HSV-Sportvorstand muss bis spätestens Ende Januar einen neuen Innenverteidiger besorgen. Nach den Ausfällen von Mario Vuskovic (Doping) und Jonas David (Muskelfaserriss) ist Sebastian Schonlau der einzig verbliebene gestandene Innenverteidiger. Boldt stellt klar: „Es geht darum, einen zu haben, der uns in der Rückrunde hilft. Daran arbeiten wir unter Hochdruck.“

Kein leichtes Unterfangen. „Der Markt ist schwierig“, sagt Boldt, der seine Fühler in alle Richtungen ausstreckt. In der Türkei gilt Francisco Montero (23/Besiktas) als heißer HSV-Kandidat für ein Leihgeschäft, auch ansonsten ploppen vermehrt Gerüchte auf. Boldt will sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Wir diskutieren viele Namen“, stellt er fest und schielt zur Not auch nur auf eine halbjährige Leihe: „Mir würde schon ein Spieler reichen, der die Wahrscheinlichkeit erhöht, uns im nächsten halben Jahr helfen zu können.“

HSV-Boss Boldt sucht vor allem einen Innenverteidiger

Gesucht wird ein Innenverteidiger, der im Optimalfall auch hinten links als Backup für Miro Muheim einspringen könnte. Dort fehlt eine Alternative, seit Tim Leibold (wechselt zu Kansas City) seinen Vertrag auflöste. „Ob das gelingt, weiß ich nicht, aber es wäre eine super Lösung“, weiß Boldt. „Wenn Miro mal ausfällt, wird es schwieriger.“


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Die entscheidenen Fragen: Wer ist überhaupt verfügbar? Und wen kann der HSV bezahlen? Die finanziellen Mittel „reichen nicht bis in den Himmel“, bekennt Boldt. Umso wichtiger sind die zahlreichen Anrufe von Beratern aus aller Welt, die derzeit bei dem HSV-Boss eingehen. So erfährt er, bei welchem Spieler sich auch in den kommenden ein, zwei Wochen noch Türen öffnen könnten. Zudem entpuppt sich Andalusien als Kontakthof erster Güte. Knapp ein Dutzend deutscher Erst- und Zweitligisten sind vor Ort, dazu viele Berater. Die Wege sind kurz.

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Möglich auch, dass Boldt oder Claus Costa (steigt in Kürze vom Scouting-Leiter zum neuen Sport-Boss der Profis auf) kurzfristig aus Sotogrande abreisen, um Verhandlungen zu führen. Dass der HSV bei der Suche auch Abstriche in Kauf nehmen muss, ist dem Duo bewusst. „Dass die fußballerische Qualität eine Rolle spielt, ist klar“, sagt Boldt mit Blick auf die Ansprüche von Trainer Tim Walter, der für reine Zerstörer in der Defensive keine Verwendung hat. „Am Ende kannst du dir aber keinen backen. Die Frage ist, welche Kompromisse du am ehesten eingehst. Sprache ist sicherlich so ein Thema.“ Deutsch sei keine Voraussetzung, „ich denke, mit Englisch kommt man schon irgendwie zurecht“. Die Suche geht weiter, das Smartphone glüht. Weil schon der nächste Anruf das Problem lösen könnte.

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