Muheim
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  • Miro Muheim in Sotogrande im Duell mit Jean-Luc Dompé
  • Foto: WITTERS

Schon jetzt klar: Dieser HSV-Profi ist der Gewinner der Vorbereitung

Größer hätte die Signalwirkung nicht sein können. Tim Leibolds Abgang zu Sporting Kansas City macht einen anderen HSV-Profi schon jetzt zum Gewinner der Winter-Vorbereitung. Miro Muheim ist auf der linken Abwehrseite plötzlich konkurrenzlos. Eineinhalb Jahre nach seiner Ankunft in Hamburg soll sich der Schweizer nun auch zum Führungsspieler mausern.

Die spanische Sonne war bereits lange untergegangen, als Muheim und seine Kollegen am Mittwochabend um 19.16 Uhr endlich in Sotogrande eintrafen. Der Schweizer, ohnehin ein Typ der Marke Sonnyboy, hatte dennoch ein Lächeln auf den Lippen. Aus gutem Grund. Soviel Rückendeckung wie derzeit verspürte er wohl noch nie, seit er im Sommer 2021 aus St. Gallen zum HSV wechselte.


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Muheim ist Walters größter Gewinner, noch bevor er in diesem Jahr auch nur eine Minute spielte. Während der Abwehrmann das 0:4 im Test beim 1.FC Köln am vergangenen Wochenende aufgrund von muskulären Problemen verpasste, zurrte Konkurrent Leibold fast zeitgleich seinen Wechsel in die USA fest. Auch weil Walter ihm dazu riet. „Ich habe ihm ganz klar gesagt, dass Miro die Nase vorn hat“, so des Trainers Antwort auf Leibolds Frage nach seiner Perspektive. „Das hat er akzeptiert.“

Muheim verdrängte Leibold beim HSV und sorgte für seinen Abgang

Nun ist Leibold weg. Und Muheim hinten links unangefochten. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn der HSV seinen Kader im Winter ergänzt. Der Schuh drückt in der Abwehrmitte, für diesen Bereich soll ein Mann kommen, der im Idealfall auch hinten links einspringen könnte. Als Backup, so ist der Plan.

Muheim aber wird so oder so der Platzhirsch bleiben. Nach einer erstaunlichen Entwicklung, denn zunächst hatte er es unter Walter beim HSV sehr schwer. In der Vorsaison, direkt nach seinem Wechsel, kam er in den ersten acht Partien nur eine einzige Minute zum Einsatz, wirkte total frustriert. Ausgerechnet Leibolds Kreuzbandriss Ende Oktober 2021 machte Muheim dann zum Stammspieler. Vor dieser Saison zog der HSV die Kaufoption auf den zuvor geliehenen Schweizer, ließ ihn sich stattliche 1,5 Millionen Euro kosten. Schon dadurch wurde deutlich, wieviel Walter von ihm hält.

Muheim wurde einst beim großen FC Chelsea ausgebildet

Klar ist aber auch: Durch die Maßnahme, Muheim den Rücken zu stärken, erhofft sich Walter einen weiteren Schub bei dem Linksfuß, der vier Jahre lang (2014 bis 2018) beim FC Chelsea ausgebildet wurde. Noch sind dessen Leistungen mitunter zu schwankend, insbesondere in der Vorwärtsbewegung wünscht sich der HSV eine deutliche Entwicklung.

Nun ist es an Muheim, Walters Vertrauen zurückzuzahlen – und nachzuweisen, dass er auch in der Bundesliga das Zeug zum Stammspieler haben könnte. Gelingt ihm das, hätte der HSV im Aufstiegsfall eine Transfer-Sorge weniger …

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