Christian Titz und Moritz-Broni Kwarteng arbeiteten schon beim HSV zusammen.
  • Christian Titz und Moritz-Broni Kwarteng arbeiteten schon beim HSV zusammen.
  • Foto: imago/Christian Schroedter

Wie ein Ex-HSV-Talent unter Titz seinen zweiten Frühling erlebt

Wenn am Sonntag (13.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) der 1. FC Magdeburg im Volkspark gastiert, hat das einen Hauch von Klassentreffen. Neben Trainer Christian Titz, der 2018 einst den HSV ein halbes Jahr coachte, kehren auch zwei ehemalige Talente zurück. Bei beiden geriet die Karriere nach dem Aus in Hamburg ins Stocken – bevor sie in Magdeburg wieder auf Titz trafen und ihr sportliches Glück wiederfanden. Vor allem einer sorgt seitdem für positiven Wirbel im Unterhaus.

Moritz Kwarteng ist angekommen in der Zweiten Liga. Vier Treffer und drei Vorlagen verbucht der 24-Jährige nach zwölf Spielen, eine mehr als respektable Quote. Vor allem angesichts dessen, dass der Offensivspieler vor einem Jahr noch vereinslos war. Nach seinem Vertragsende beim HSV 2021 bemühte sich Kwarteng um Engagements, hatte ein Probetraining bei den Go Ahead Eagles Deventer.

Ex-HSV-Talent Kwarteng blüht unter Titz in Magdeburg auf

Eine Unterschrift kam nicht zustande, eine schwierige Situation für einen jungen Profi, der in seinen vier Jahren beim HSV nicht über vier Spiele für die erste Mannschaft hinaus kam. Zum Vertrag bei den Profis hatte ihm 2018 Titz verholfen. Als der schon lange nicht mehr da war, kam es zum Zoff, da der HSV Kwarteng 2020 nicht ziehen lassen wollte, ihn für die zweite Mannschaft einplante, bei den Profis war kein Platz. Vor allem Horst Hrubesch galt als großer Fürsprecher.


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Alte Kamellen. Im Januar diesen Jahres schloss sich Kwarteng zunächst für ein halbes Jahr den FCM an – und nutzte seine Chance unter Titz. Aufstieg, Vertragsverlängerung – Kwarteng ist angekommen. Der gebürtige Stuttgarter war dabei im Januar nicht der einzige ehemalige Hamburger, den Titz nach Magdeburg lockte.

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Auch Tatsuya Ito wechselte nach Sachsen-Anhalt. Ähnlich wie Kwarteng geriet auch die Karriere des Japaners nach dem Titz-Aus in Hamburg ins Stocken. Während er in der Abstiegssaison 2017/2018 in seinen wenigen Auftritten für Furore sorgen, blieb der Japaner im Unterhaus meist wirkungslos, unter Ex-Coach Hannes Wolf schließlich chancenlos.

Ex-HSV-Talent Tatsuya Ito erlebte Karrieredelle

Ein Wechsel nach Belgien zur VV St. Truiden sollte neuen Schwung in Itos Karriere bringen, mehr als 18 Einsätze in drei Jahren waren für den Flügelflitzer nicht drin. Die Tribüne als Stammplatz. Bis Titz lockte und Ito das Vertrauen mit drei Treffern in der Rückrunde der Vorsaison zurückzahlte.

Nach dem Aufstieg wurde der Leihvertrag verlängert, in der laufenden Spielzeit schwankt Ito zwischen Jokerrolle und Startplatz. Auf dem Platz stand er bislang in jedem Spiel – und dürfte sich wohl eines Begrüßungsapplauses sicher sein, wenn es am Sonntag soweit sein sollte.

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