HSV-Verteidiger Mario Vuskovic kann den positiven Doping-Test nicht nachvollziehen, sieht sich zu Unrecht beschuldigt.
  • HSV-Verteidiger Mario Vuskovic kann den positiven Doping-Test nicht nachvollziehen, sieht sich zu Unrecht beschuldigt.
  • Foto: WITTERS

Vuskovic und die HSV-Zukunft: Wann gibt es endlich Klarheit?

Die Zeit in der kalifornischen Sonne geht für den HSV langsam, aber sicher zu Ende. Am Mittwoch landet die Mannschaft wieder in Hamburg. In Erinnerung bleiben viele spannende gemeinsame Erlebnisse. Zurück in der Heimat werden nun andere Themen wieder in den Vordergrund rücken. Ob es dabei so harmonisch wie in den USA weitergeht, darf zumindest angezweifelt werden.

Es sind vor allem zwei Themen, die den Klub bewegen: die Folgen des positiven Dopingtests von Verteidiger Mario Vuskovic und die ungeklärte Zukunft in der Chefetage.


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Der Fall Vuskovic: Mitte September war der Kroate bei einer Trainingskontrolle positiv auf EPO getestet worden. Der DFB sperrte den 21-Jährigen vorläufig. Seither wartet der HSV auf weitere Informationen vom Verband oder der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA). Eine Akteneinsicht oder andere Informationen über den Prozess wurden dem Klub bisher verwehrt. Das stößt zunehmend auf Unverständnis bei den Hamburgern.

Vuskovic fühlt sich zu Unrecht beschuldigt

Vuskovic hat mittlerweile eine Stellungnahme abgegeben und dabei seine Unschuld beteuert. Die Öffnung der B-Probe, die er beantragt hat, soll noch nicht erfolgt sein. Klar ist, dass ein versehentliches Aufnehmen der Substanz bei EPO im Grunde ausgeschlossen ist, weil es in die Venen oder Muskeln gespritzt werden muss. Nicht kategorisch ausgeschlossen werden können aber Fehler im Testprozess, zum Beispiel falsche Aufkleber.

Beim HSV wünscht man sich eine größere Transparenz, mehr Fakten und eine höhere Geschwindigkeit bei der Aufklärung des Falles. Dabei würde man gerne helfen. Und das in jeglicher Hinsicht. Es geht vor allem darum, zügig Klarheit zu schaffen. Immerhin ist der positive Doping-Test mittlerweile schon über zwei Monate her.

Vom HSV muss Vuskovic weiter bezahlt werden

Natürlich hat auch alles wirtschaftliche Folgen für den Klub. Aktuell ist Vuskovic noch nicht verurteilt, darf aber nicht spielen oder mit der Mannschaft trainieren, muss vom HSV aber trotzdem weiter bezahlt werden. Auch die Frage nach einem Ersatz bei einer Verurteilung und der dann sicher folgenden langen Sperre, kann aktuell nur bedingt bearbeitet werden. Vuskovic und der HSV haben mittlerweile mehrere Anwälte und einen externen Doping-Experten und Anwälte eingeschaltet.       

Jansen muss endlich für Klarheit sorgen

Die HSV-Führung: Der Aufsichtsrat hat zwar signalisiert, dass er mit Vorstand Jonas Boldt und Trainer Tim Walter in die Zukunft gehen will. Ein unterschriftsreifer Vertrag liegt beiden aber noch nicht vor. Ausgebremst wird der Prozess und die eigentlich beiderseitig angestrebte Einigung auch durch die Uneinigkeit innerhalb des Präsidiums (Marcell Jansen, Bernd Wehmeyer und Michael Papenfuß) bei der Frage über die künftige Besetzung des Aufsichtsrats. Sorgt Jansen als Vorsitzender beider Gremien nicht bald für Klarheit, darf sich der HSV auf einen unruhigen Winter einstellen.

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Schon jetzt wurde viel Zeit verloren. Die Entscheidung über die Verträge von Boldt und Walter sowie die künftige Besetzung des Aufsichtsrats beeinflusst beim HSV nahezu alle Bereiche. Es geht um die Zukunft des ganzen Klubs.

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