Für HSV-Sportvorstand Jonas Boldt gibt es eine bedenkliche Entwicklung im deutschen Fußball.
  • Für HSV-Sportvorstand Jonas Boldt gibt es eine bedenkliche Entwicklung im deutschen Fußball.
  • Foto: Imago

Boss Boldt ist genervt: Muss der HSV dreckiger spielen?

Beim 0:1 in Hannover kassierte der HSV die zweite Saisonniederlage. Die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive gehörte zu den Gründen. Auch der Schiedsrichter spielte mal wieder eine Rolle. Als Konsequenz wird nun im Volkspark darüber diskutiert, ob der HSV künftig womöglich etwas dreckiger spielen sollte. 

Nur wenige Sekunden vor dem 0:1 war Bakery Jatta im gegnerischen Strafraum gefoult worden. Der Elfmeter-Pfiff blieb aus. Das änderte sich auch nicht, als die Szene in Verbindung mit dem Tor der Niedersachsen noch mal überprüft wurde. Für Jonas Boldt ist es ein nicht nachvollziehbarer Vorgang, der ihn nachdenklich stimmt.


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„Ich habe mittlerweile große Sorgen in der Bewertung einzelner Szenen in Fußballspielen. Ich will damit nicht sagen, dass der HSV bewusst benachteiligt wird. Wenn wir allerdings in den Dialog gehen und es wird erklärt, dass es nur ein Kontakt, eine Berührung oder ein Tritt war, dann halte ich dagegen: Nein, das war ein klares Foul“, sagt der HSV-Sportvorstand. Und weiter: „Bei diesen spielentscheidenden Szenen fehlt mir der Bezug zum Fußball. Der Gedanke des Fußballspiels wird in diesen Szenen falsch verstanden. So wirst du immer dahin kommen, dass du als aktive Fußballmannschaft mit solchen Entscheidungen leben musst.“

HSV-Vorstand Boldt ist mit der Entwicklung zufrieden

Der HSV hat das schon mehrfach in dieser Saison erlebt. Warum solche entscheidenden Szenen nicht konsequent und genau überprüft werden, versteht Boldt nicht. Er bezeichnet die Entwicklung als bedenklich. „Am Ende muss man ganz klar sagen: Vielleicht müssen wir dann auch lernen, dreckiger zu werden. Wenn das belohnt wird. Das will ich aber eigentlich nicht, weil wir Fußball spielen wollen.“

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