Den HSV-Profis stand nach dem 0:1 in Fürth die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.
  • Den HSV-Profis stand nach dem 0:1 in Fürth die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.
  • Foto: imago images/Zink

„Von vorn bis hinten“: Schlafmütziger HSV enttäuscht in Fürth

So schnell kann das gehen. Am vergangenen Sonntag noch lag sich der HSV kollektiv in den Armen und bejubelte nach dem 3:1 gegen Regensburg einen wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg. Postwendend aber ist wieder Ernüchterung eingekehrt – denn beim 0:1 (0:1) bei Greuther Fürth blieben die Hamburger am Mittwochabend fast alles schuldig, was sie stark macht.

Die Enttäuschung war greifbar, denn mit diesem Rückschlag hatten sie nicht gerechnet. Schnellen Schrittes und mit erkennbar dickem Hals stapfte HSV-Trainer Tim Walter kurz nach dem Abpfiff in die Kabine, eher schlurfend und mit hängenden Köpfen folgten seine Spieler. Und das nach einer der schwächsten HSV-Leistungen dieser Spielzeit. „Das war von vorn bis hinten keine gute Leistung“, bemängelte dann auch Kapitän Sebastian Schonlau.

0:1 gegen Fürth: HSV verpasst Sprung auf Platz eins

Ein bitterer Abend vor 13.266 Fans auf dem Ronhof. Wieder einmal startete der HSV schlafmützig in die Partie und machte sich das Leben schwer. Schon nach sechs Minuten klingelte es im Hamburger Kasten, da aber hatten sie noch Glück, denn Ache stand im Abseits. Ein Weckruf für den HSV, sollte man meinen – und lag daneben.


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Ganze zwei Minuten später passte Ache von rechts herein und Sieb vollendete zur Fürther Führung (8.). Erneut witterte der HSV eine Abseitsstellung, auch die TV-Bilder erhärteten den Verdacht. Doch der Treffer zählte. Unglaublich: Nach den frühen Gegentreffern zuletzt gegen Magdeburg (11. Minute), in Paderborn (3.) und gegen Regensburg (7.) kassierte der HSV zum vierten Mal in Folge ein sehr frühes Gegentor.

HSV-Trainer Walter: „Haben nicht gut gespielt“

Sie erholten sich davon, auch dieses Bild kennen die Fans. Der Unterschied zu den Vorwochen: Diesmal schaffte der HSV es nicht, den Fehlstart zu korrigieren. Kittel scheiterte aus spitzem Winkel (18.), dann jubelten auch die Hamburger – aber nur kurz. So schön Glatzels Kopfball auch im Fürther Tor einschlug,  der Torjäger stand zuvor leicht im Abseits (25.). Auch Königsdörffer hätte treffen können, köpfte aber daneben (37.).

Was kaum einer vermutete: Der HSV hatte sein Pulver damit bereits verschossen. Die Fürther, ihren dritten Sieg in Folge vor Augen, wirkten deutlich griffiger und hätten die Partie durch Sieb (55./60./62.) und Ache (84.) entscheiden können. Doch es reichte auch so zum ersten Sieg gegen den HSV seit 58 Jahren. Tillman, der Amaechi umsenste, sah noch Rot (87.), das aber änderte nichts mehr.

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„Wir haben nicht gut gespielt und verdient verloren“, bemängelte Walter und ärgerte sich: „Wir haben diesmal Dinge gemacht, die uns normalerweise nicht charakterisieren.“ Ein gebrauchter Tag, von vorn bis hinten.

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