Die HSV-Profis bejubeln den Siegtreffer gegen den KSC (1:0)
  • Jubeln sie auch diesmal wieder? Die HSV-Profis um Ludovit Reis (Mitte) wollen gegen Holstein Kiel bestehen.
  • Foto: WITTERS

Schreckgespenst Kiel: Endet endlich der größte HSV-Fluch der zweiten Liga?

Und wieder reisen sie mit der Hoffnung an, es besser zu machen als all die anderen Male. Nach acht vergeblichen Versuchen nimmt der HSV am Freitag (18.30 Uhr, live bei Sky) einen erneuten Anlauf, Holstein Kiel zu schlagen. Es wäre das Ende eines Fluchs, der die Hamburger seit Jahren verfolgt.

Gemessen an dem, was sich Donnerstagmittag im Volkspark abspielte, kann es nur besser werden. Zugeknöpft und griesgrämig stapften Trainer Tim Walter und die HSV-Profis nach ihrem knapp einstündigen Abschlusstraining vom Platz, das lag vor allem am Dauerregen, der gehörig nervte. Vermutlich die passende Einstimmung auf den nun folgenden Abend in Kiel. Ähnlich rau und schmuddelig dürfte es nämlich auch an der Ostsee zugehen. 


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Dem HSV muss das schnuppe sein. Nach acht sieglosen Duellen in Liga zwei wollen sie nun auch Holstein besiegen. „Ich habe vor niemandem Angst“, sagt Walter nur lapidar zu den Zahlen der Vergangenheit. „Ich will Spiele gewinnen. Statistiken sind das eine, die Tatsachen auf dem Platz etwas anderes.“

Die HSV-Bilanz gegen Kiel: acht Spiele, null Siege

Dennoch: Holstein ist wie kein anderer Zweitligist das Schreckgespenst des HSV. Drei Niederlagen und fünf Remis – so lautet die Bilanz seit 2018, die aus Hamburger Sicht so manch übles Erlebnis beinhaltet.

Ging schon richtig schlecht los für den HSV. Beim allerersten Zweitligaauftritt des Vereins setzte es Anfang August 2018 im Volkspark ein 0:3 gegen Kiel. Die damals von Christian Titz trainierten Hamburger gingen vor ausverkauftem Haus mit fliegenden Fahnen unter.

Zwei Mal glich Kiel gegen den HSV in der Nachspielzeit aus

Großer Katzenjammer auch am 6. Juni 2020, als Kiels Lee in der vierten Minute der Nachspielzeit im Volkspark noch zum 3:3 traf. Der HSV mit Trainer Dieter Hecking verpasste dadurch den Sprung auf Rang zwei, wurde letztlich Vierter.

Auch Daniel Thioune sammelte Anfang November 2020 sein besonderes Kiel-Erlebnis, als Holstein in der Nachspielzeit zum 1:1 traf. Nach fünf Siegen in Folge Hamburgs erster Punktverlust der Saison.

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Rein gar nichts lief für Walter und den HSV in diesem April. Das 0:1 bei Holstein war einer der schlechtesten HSV-Auftritte der Saison.

Und diesmal? Das Selbstvertrauen beim HSV ist so groß wie lange nicht mehr. Einen Vereinsrekord nach dem anderen knackten die Profis zuletzt, gewannen auswärts acht Pflichtspiele in Folge und blieben an fünf der ersten sieben Spieltage ohne Gegentor. Beides gab es zuvor noch nie. Bleibt noch der dunkle Kiel-Fleck, der sich nun endlich in Luft auflösen soll. 

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