Ordner griffen ein: HSV-Fan sorgt für Ärger – Ultras verbrennen St. Pauli-Stoff
Der Volkspark platzte aus allen Nähten, 57.000 Fans sorgten in Hamburgs Fußball-Tempel für Gänsehaut-Atmosphäre und feinste Derby-Stimmung. Das Erfreuliche: Der Großteil beider Fan-Lager benahm sich beim 2:0-Erfolg St. Paulis beim HSV trotz aller Frotzeleien vorbildlich. Allerdings kam es nach der Partie zu einem Vorfall auf der Nordtribüne – und für einen HSV-Fan dürfte das Stadtduell ein Nachspiel haben …
Sechs Minuten waren im Volkspark absolviert, als es zum vorläufigen Tiefpunkt des Derbys kam. Als Schiedsrichter-Assistent Stefan Lupp vor der Osttribüne eine Entscheidung gegen den HSV fällte – Miro Muheim hatte kurz vor der Eckfahne Andréas Hountondji zu Fall gebracht –, segelte ein geworfener Becher nur knapp an ihm vorbei. Wenig später folgte ein zweites Geschoss. Und das hatte sofort Folgen.
Nach Becherwurf: HSV-Ordner führten den Übeltäter ab
Postwendend marschierten Ordner, die die Szenerie beobachtet hatten, in den Block und machten kurzen Prozess. Keine 60 Sekunden nach dem Wurf schnappten sich die Security-Leute den identifizierten Becherwerfer und geleiteten ihn von den Rängen hinaus aus dem Stadion. Die TV-Kameras fingen diese Szene nicht ein.

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Eine extrem dämliche Aktion des HSV-Anhängers, für den nicht nur das Derby früh beendet war. Bierbecherwürfe sind kein Kavaliersdelikt, dem Mann mit Fischerhut droht nun ein Stadionverbot. Gut möglich, dass die laufende Saison für ihn schon beendet ist.
Auf der Nordtribüne: St. Pauli-Utensilien angezündet
Die beiden Fan-Lager präsentierten jeweils zum Start der beiden Halbzeiten große Choreografien und schlugen während der Partie nicht über die Stränge. Zu einem weiteren Vorfall kam es allerdings rund 30 Minuten nach dem Abpfiff: Da zündeten die HSV-Ultras auf der Nordtribüne einige Fan-Utensilien an, die sie zuvor vom Anhang des Stadtrivalen entwendet hatten. Der Brand fiel auch Sky-Moderatorin Katharina Kleinfeldt auf: „Ich hoffe, dass da alles gut geht.“ Nachdem die Heimfans ihre provokante Zündelei beendet und den Block verlassen hatten, rückten Feuerwehrleute an, um das lodernde Feuer auf der Nordtribüne zu löschen.
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Schon während des Spiels wurde reichlich Pyrotechnik abgebrannt – die Partie stand aber zu keiner Zeit davor, unterbrochen werden zu müssen. Eine runde Derby-Angelegenheit, wären da nicht diese beiden Vorfälle gewesen …
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