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Strahlender Knipser: Robert Glatzel erhielt von kicker-Redakteur Sebastian Wolff die Torjägerkanone der zweiten Liga.
  • Strahlender Knipser: Robert Glatzel erhielt von kicker-Redakteur Sebastian Wolff die Torjägerkanone der zweiten Liga.
  • Foto: WITTERS

Neuer Rekord und Kanone! HSV feiert Glatzel – aber der lässt seine Zukunft offen

So stimmungsvoll wurde wahrscheinlich noch nie ein vierter Platz in der zweiten Liga bejubelt. Mit einem 4:1 (3:1) gegen den 1.FC Nürnberg schunkelte sich der HSV über die Ziellinie der Saison und hatte am Ende zumindest noch zwei Gründe, um zu feiern: Mit seinen drei Treffern sicherte sich Robert Glatzel mit 22 Toren doch noch die Torjägerkanone (zusammen mit Düsseldorfs Christos Tzolis und Herthas Haris Tabakovic). Dazu stellte der HSV einen neuen Vereins-Zuschauerrekord auf.

„Immer wieder, immer wieder, immer wiiiieeeeder HSV“, tönte es nach dem Abpfiff von den Rängen, während die HSV-Profis dazu auf dem Platz hin und her tanzten. Eine Jubelarie, die gefühlt einen Tick zu weit ging für einen Verein, der seine Ziele in dieser Saison krachend verfehlte. Und doch hatte zumindest einer im Kreise der Mannschaft allergrößten Grund, sich derart freuen zu dürfen.

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Um 17.36 Uhr hatte Glatzel aus den Händen von „Kicker“-Redakteur Sebastian Wolff die Trophäe erhalten, der er hinterherjagt, seit er im Sommer 2021 zum HSV wechselte. „Ich bin unglaublich stolz“, erklärte er. „Seit drei Jahren wollte ich diese Trophäe gewinnen. Dass es geklappt hat, auch noch für so einen tollen Verein, macht mich sehr glücklich.“

Glatzel begeistert die HSV-Fans im Volkspark

Einen Dreierpack hatte Glatzel zuvor hingelegt und damit die offiziell abermals 57.000 Fans im Volkspark begeistert. Der erste Streich gelang ihm nach fünf Minuten mit dem 1:0. Der zweite, nach Nürnbergs Ausgleich (Lukas Schleimer/16.) und Lukasz Porebas 2:1 (22.), in der 28. Minute. Dann geschah lange Zeit erst mal nichts, bis es in der Nachspielzeit doch noch zum Happy End kam. Da nahm Glatzel das Foul von Finn Jeitsch dankend an und verwandelte den Strafstoß selbst zum 4:1 (90.+5). Saisontor Nummer 22 und die Torjägerkanone.

Robert Glatzel jubelt WITTERS
Robert Glatzel jubelt
Robert Glatzel jubelt

Klar, dass er anschließend wie ein Honigkuchenpferd strahlte. „Bis zur 80. Minute habe ich noch daran geglaubt, danach eigentlich nicht mehr“, stellte Glatzel fest. „Da plätscherte das Spiel ja eigentlich nur noch so dahin. Toll, dass es doch noch geklappt hat.“

Bleibt Glatzel dem HSV auch diesmal treu?

Fragt sich nur, ob und wie es nun mit dem Torjäger beim HSV weitergeht. Wie bereits in den beiden Vorjahren verfügt er über eine Ausstiegsklausel, die ihm einen Wechsel in die Bundesliga ermöglicht. Zweimal war er nah dran, im Sommer 2022 stand Glatzel kurz vor einem Wechsel nach Schalke, im Vorjahr stand Stuttgart dicht vor seiner Unterschrift. Beide Male entschied sich Glatzel für sein Herz und den HSV.  Diesmal könnte der 30-Jährige für eine Ablöse in Höhe von knapp 2,5 Millionen Euro wechseln.

„Das ist mein Zuhause geworden“, schwärmte Glatzel nach dem Saisonabschluss. Doch eine Entscheidung hatte er noch nicht zu verkünden: „Ich kann sie jetzt noch nicht treffen, es wird ein paar Tage dauern. Es ist ja auch nicht nur die Frage, was mit mir ist, sondern wie es insgesamt weitergeht. Es wäre jetzt zu früh, eine Entscheidung bekannt zu geben.“

Wie geht es beim HSV mit Sportvorstand Boldt weiter?

Für Glatzel spielt auch eine Rolle, ob Sportvorstand Jonas Boldt beim HSV bleiben darf. Das war aus den Worten des Torjägers herauszuhören: „Es war die letzten Jahre auch ein Faktor, dass ich wusste, wie es hier weitergeht. Das ist schon wichtig für mich.“ Die aktuelle Konstellation, mit Boldt und Trainer Steffen Baumgart, sei eine, „wie ich es mir vorstellen kann“. Boldt wiederum freute sich am Samstag riesig für Glatzel: „Ich bin ein Fan von ihm.“

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Die Fans im Volkspark hoffen, dem Torjäger mit der Super-Quote (63 Tore in 100 Zweitligaspielen für den HSV) weiterhin beim HSV zujubeln zu können. Und die Zuschauer durften sich auch selbst feiern: 55.906 strömten in dieser Serie im Schnitt zu den Heimspielen und verbesserten den Klubrekord aus der Saison 2006/07 (55.867).

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