Jimmy Hartwig
  • Jimmy Hartwig lief 238-mal für den HSV auf – und durfte 72 eigene Tore bejubeln. Jetzt will er DFB-Präsident werden.
  • Foto: Soeren Stache/dpa

Nachfolger von Keller? HSV-Legende bewirbt sich als DFB-Präsident

Er steht für viel bessere Zeiten des HSV. In Hamburg reifte Vereinslegende Jimmy Hartwig zum Nationalspieler, erlebte als Spieler die letzten drei Meistertitel seines Herzensklubs (1979, 1982 und 1983) am eigenen Leibe mit und krönte sich und den HSV 1983 zum Europapokalsieger der Landesmeister. Er wurde zur Legende. 244 Bundesligaspiele und zahlreiche ebenso rührend wie bemerkenswerte Lebensereignisse später nimmt er nun eine neue Herausforderung ins Visier: Hartwig will DFB-Präsident werden! 

„Es wird Zeit für Veränderungen“, kündigte der 66-Jährige am Donnerstag bei der „Welt“ an. Zeit für einen „dunkelhäutigen Spieler, einen ehemaligen Nationalspieler, der alle Höhen und Tiefen erlebt hat. Auf geht es zu neuen Ufern, wir wollen was bewegen!“, so die Botschaft des gebürtigen Offenbachers.

Jimmy Hartwig: HSV-Legende will DFB-Präsident werden

Dass beim DFB nicht Weniges umgekrempelt werden muss, offenbarte nicht erst der Eklat um Ex-Präsident Fritz Keller, der seinen Vize Rainer Koch mit Nazi-Richter Roland Freisler verglichen haben soll und später zurücktrat. Hartwig will sich auf Amateur- und Jugend-Ebene für einen radikalen Neuanfang einsetzen, „nicht nur Lippenbekenntnisse“ machen, wie er klarstellte.

Dass der derzeitige DFB-Integrationsbeauftragte ein Kämpfer ist, beweist seine Vita. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere besiegte Hartwig zweimal den Krebs, zeigt auch heute noch großes soziales Engagement. Das HSV-Idol gilt aber auch als Paradiesvogel, verwirklichte Anfang des Jahrtausends seinen Traum, als Theaterschauspieler zu arbeiten.

Vom Paradies in den Problemverband. Anfang 2022 soll der neue DFB-Präsident gewählt werden, ab dann will Hartwig anpacken, statt nur zu reden. Und Fußball-Deutschland von einer besseren Zukunft träumen lassen – so, wie er es den HSV-Fans in den 1980er-Jahren erlaubte.

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