• Der AC Mailand ist offenbar an Kyriakos Papadopoulos interessiert.
  • Foto: imago images/Oliver Ruhnke

Mega-Transfer?: Ex-HSV-Profi Papadopoulos bei Top-Klub in Italien im Gespräch

Seine Zeit beim HSV endete glücklos. Vor einem Jahr wurde Kyriakos Papadopoulos (28) aus dem Profi-Kader aussortiert, hielt sich nur noch bei der zweiten Mannschaft fit. Nach der Saison wurde sein Vertrag beim HSV schließlich komplett aufgelöst – der Grieche ist seit Juli vergeblich auf Vereinssuche. Doch das Jahr 2020 könnte nun vielleicht doch noch ein Happy End nehmen.

In der vergangenen Woche berichtete das italienische Portal „Stadiosport“ erstmals über ein angebliches Interesse des AC Mailand an Papadopoulos. Inzwischen ist auch in zahlreichen griechischen Medien zu lesen, dass Papadopoulos in Mailand im Gespräch sein soll.

HSV: Kyriakos Papadopoulos im Gespräch beim AC Mailand

Die Mailänder haben derzeit große Personalsorgen in der Abwehr. Innenverteidiger Mateo Musacchio (Knöchel-OP) fällt bereits mehrere Wochen verletzt aus. Nun fehlen auch noch Matteo Gabbia und Leo Duarte nach positiven Corona-Tests. Zugang Simon Kjaer ist aktuell der einzig fitte Innenverteidiger im Kader der Italiener, Kapitän Alessio Romagnoli kehrte gerade erst wieder nach Wadenmuskelriss zurück.

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Im Derby gegen Inter Mailand (2:1) bildete genau dieses Duo die Innenverteidigung. Für einen erneuten Ausfall einer der beiden Profis ist der aktuelle Tabellenführer der Serie A (vier Siege in vier Spielen) aber nicht mehr gerüstet, einer der Links- oder Rechtsverteidiger oder ein defensiver Mittelfeldspieler müsste dann ins Abwehrzentrum rücken. Ein Szenario, das Trainer Stefano Pioli vermeiden will.

Wird es HSV-Abgang Papadopoulos? AC Mailand sucht Innenverteidiger

Deshalb macht sich der dreifache Champions-League-Sieger nun auf die Suche nach einer Alternative. Weil das Transferfenster inzwischen geschlossen ist, kommen nur derzeit vereinslose Spieler in Frage. Ezequiel Garay (zuletzt FC Valencia) und Mapou Yanga-Mbiwa (zuletzt Olympique Lyon) waren anfangs ein Thema, ein ernsthaftes Interesse soll es hier aber wohl nicht geben.

Vielmehr sei nun Papadopoulos der Kandidat der Wahl. In dem Bericht wird besonders die Qualität von „Papa“ hervorgehoben, in seiner Position flexibel zu sein. Sollten irgendwann genügend Innenverteidiger wieder fit sein, wolle man Papadopoulos demnach auch im zentralen defensiven Mittelfeld vor der Abwehr einsetzen. Eine Position, die er auch zu Schalker und Leverkusener Zeiten gelegentlich spielte.

Letztes HSV-Spiel von Papadopoulos liegt über ein Jahr zurück

Das liegt aber schon lange zurück. Das letzte Profispiel von Papadopoulos datiert noch vom 1. September 2019 – beim 3:0 gegen Hannover 96 bekam er immerhin 14 Minuten Spielzeit. Es folgte die Degradierung unter Trainer Dieter Hecking und nur zwei Einsätze für die U21 des HSV. Das reichte nicht einmal für Ex-Klub Schalke, der Papadopoulos im Sommer trotz offensiver Bewerbung ablehnte. Schon im Winter hatte er gleich vier Angebote ausgeschlagen.

Nun soll es also Mailand werden. Doch neben Papadopoulos werden weitere Innenverteidiger gehandelt – darunter ein weiterer ehemaliger HSV-Profi. Demnach sollen auch Léo Lacroix (Saint-Étienne, 2018/19 an den HSV ausgeliehen) und Jozo Simunovic (Vertrag bei Celtic Glasgow nicht verlängert) Alternativen für die Innenverteidigung sein.

Papadopoulos hielt sich zuletzt in seiner griechischen Heimat fit, Lacroix sucht nach dem Sommer-Aus bei Saint-Étienne einen neuen Klub. Eine Entscheidung in der Mailänder Personalfrage wird für Mitte kommender Woche erwartet.

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