• Sven Ulreich (l.) und Toni Leistner verließen den HSV nach nur einem Jahr wieder.
  • Foto: WITTERS

Jung, Leistner und Co: Vor kurzem noch beim HSV – und jetzt erstklassig

Mit Toni Leistner hat den HSV am letzten Tag der Transferperiode der 14. Spieler in diesem Sommer verlassen. Der 31-Jährige löste seinen Vertrag auf, wechselte wenig später nach Belgien und schloss sich der VV St. Truiden an. Damit spielt der Innenverteidiger künftig erstklassig – wie sechs weitere seiner Ex-Kollegen ebenfalls!

Das große Ziel erreichten sie alle mit dem HSV nicht. Der Aufstieg, er wurde im Saisonfinale – wie in den Vorjahren – verspielt. Die Tür zur Erstklassigkeit ging aber für eine Handvoll Profis dennoch auf. Rick van Drongelen etwa, der einst noch zu Erstligazeiten zum HSV wechselte, zog es für knapp 500.000 Euro in die Hauptstadt zu Union. Dort hat der 22-Jährige – auch verletzungsbedingt – noch nicht so Recht in die Spur gefunden, kam bislang auf keinen Pflichtspieleinsatz.

Ex-HSV-Keeper Ulreich vertrat bereits Neuer

Auf die hatte Sven Ulreich wohl gar nicht erst groß spekuliert, als er nach seiner Vertragsauflösung Anfang Juni nach mehrwöchiger Vereinslosigkeit schließlich den Weg zurück zum FC Bayern machte, um erneut der Vertreter von Manuel Neuer zu werden. Im Pokal, beim 12:0 gegen den Bremer SV, stand Ulreich das erste Mal wieder zwischen den Bayern-Pfosten.

Gleich doppelt schlug Aufsteiger Greuther Fürth beim HSV zu, erst wurde Gideon Jung nach seiner Vertragsauflösung in Hamburg verpflichtet, im August folgte der Transfer von Jeremy Dudziak. Jung erlebte beim Kleeblatt einen total verkorksten Start. Beim 1:5 zum Bundesliga-Auftakt gegen Stuttgart stand er in der Startformation, vor dem 1:1 gegen Arminia Bielefeld verletzte sich der 26-Jährige beim Aufwärmen schwer am Knie und fällt bis auf weiteres aus. Eine ganz bittere Geschichte.

Ein paar Anlaufschwierigkeiten hatte auch Amadou Onana, dessen Transfer zum französischen Meister OSC Lille dem HSV nach einem Verhandlungsmarathon sieben Millionen Euro in die Kassen spülte. Der Belgier kam bislang auf zwei Kurzeinsätze für den OSC, kassierte bei seinem 25-minütigen Debüt prompt eine 0:4-Heimniederlage gegen den OGC Nizza.

Amadou Onana
Amadou Onana (M.) wechselte Anfang August zum OSC Lille.

Über Kurzeinsätze kam auch Ogechika Heil bislang nicht hinaus. Der Flügelflitzer, der im Vorjahr den Sprung zu den HSV-Profis schaffte, wechselte im Sommer auf Leihbasis zum niederländischen Erstliga-Aufsteiger Go Ahead Eagles Deventer. In allen drei Saisonspielen wurde der 20-Jährige, der beim HSV noch bis 2024 unter Vertrag steht, eingewechselt.

Sechs Ex-HSV-Profis, die ihr Glück seit diesem Sommer im Oberhaus versuchen. Die ganz großen Ausrufezeichen hat noch keiner gesetzt – aber die Saison ist noch jung. Leistner könnte am kommenden Mittwoch im Testspiel gegen Westerlo seine Premiere feiern.

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