HSV-Trainer Tim Walter freut sich nach dem Sieg gegen Regensburg.
  • Bester Laune: HSV-Trainer Tim Walter erfüllt nach dem 4:1 gegen Regensburg den Selfie-Wunsch eines kleinen Fans.
  • Foto: WITTERS

HSV-Fans träumen: Macht Walter den HSV jetzt aufstiegsreif?

Die Belohnung folgte auf dem Fuße. Nach dem 4:1 gegen Regensburg schenkte Tim Walter seinen Profis zwei freie Tage, das machte den Erfolg für sie noch schöner. Ohnehin ist der Stimmungspegel im Volkspark gewaltig gestiegen – weil der HSV seinen Fans Hoffnung macht, in dieser Saison doch eine gewichtige Rolle im Aufstiegskampf spielen zu können.

Sie hatten monatelang gebetsmühlenartig betont, was momentan im Vordergrund stehe. Entwicklung, so Walters Credo und das seiner Bosse, sei das Wichtigste. Aussagen, die den Anhang vor allem nach unnötigen Punktverlusten nervten. Gegen den Jahn aber offenbarte der HSV,  dass der Weg, auf Talente und die Faktoren Zeit und Entwicklung zu setzen, durchaus auch in dieser Serie schon von Erfolg gekrönt sein könnte.


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So einen Auftritt sehnten sie herbei. Erstmals in dieser Saison fuhr der HSV einen ungefährdeten Sieg ein und münzte seine Überlegenheit in eine Vielzahl von Treffern um. Der aber größte, erkennbare Fortschritt: Anders als so oft zuletzt (gegen Düsseldorf und Kiel sowie in Karlsruhe) ließen sich die Profis vom Ausgleich des Gegners nicht beeindrucken – und agierten mit der erneuten Führung im Rücken dann nach der Pause deutlich cleverer als in den Vorwochen.

HSV-Profis lassen gegen Regensburg Reifeprozess erkennen

Ein Reifeprozess, der Walter gefällt. „Wir mussten auch in den Wochen und Monaten zuvor oft den Ausgleich hinnehmen, hatten diesmal aber kein Problem damit“, so der Trainer. „Weil die Jungs die ganze Zeit voll im Spiel und fokussiert waren. Wir waren sehr zielstrebig und haben uns belohnt.“

Geht Walters Saat beim HSV jetzt auf? Dafür gibt es Argumente. Mit Ludovit Reis (21), Faride Alidou (20) und Anssi Suhonen (20) trafen gegen Regensburg gleich drei Junioren-Nationalspieler, mit Mario Vuskovic (19) hielt ein weiterer hinten den Laden dicht. Der jüngste Kader der Liga (Durchschnittsalter 23,2 Jahre) offenbart deutliche Schritte nach vorn. Und: Grundsätzlich ist der HSV stabil. Die seit elf Spielen ungeschlagenen Hamburger verloren in dieser Saison nur ein Mal, Mitte August bei St. Pauli (2:3). Kein anderes Team in den drei deutschen Profiligen ist länger unbesiegt.

Der HSV hat bis Weihnachten noch drei Heimspiele

Stellt sich die Frage, was dem HSV in dieser Saison zuzutrauen ist. Das Potenzial für die Spitzenplätze ist vorhanden, die mangelnde Konstanz aber machte Walters Team bislang einen Strich durch die Rechnung. Da könnte der Spielplan bis zur Winterpause helfen. Am Sonntag kommt Schlusslicht Ingolstadt, nach dem Derby in Hannover (5.12.) stehen dann zwei weitere Heimspiele gegen Rostock (12.12.) und Schalke (18.12.) an. Für den jungen, hungrigen HSV eine große Chance, jetzt zuzupacken – und sich mitten hinein in die Spitzengruppe zu schieben. Dort, wo am Saisonende die großen Kuchenstücke verteilt werden. Der Appetit ist geweckt.

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