Die HSV-Profis bejubeln den Treffer zum 2:1 gegen Regensburg.
  • Jubel im Volkpark: Faride Alidou (unten) wird nach seinem Tor zum 2:1 gegen Regensburg von den Kollegen beinahe erdrückt.
  • Foto: WITTERS

Tolles 4:1 gegen Regensburg: Fans feiern die HSV-Rasselbande

Auf dieses Erlebnis hatten sie länger als zwei Monate gewartet. Als es dann vollbracht war, wackelten im Volkspark die Wände. Mit 4:1 (2:1) bezwang der HSV Jahn Regensburg und freute sich über seinen zweiten Heimsieg der Saison. Ein starker Auftritt, bei dem die Hamburger ein Gesicht zeigten, an das sich die Fans gewöhnen möchten.

Sie alle wurden gefeiert. Aber keiner so, wie er. Als Faride Alidou nach 73 Minuten ausgewechselt wurde, reagierten die Fans mit stehenden Ovationen und feierten den Offensivmann minutenlang mit Sprechchören. Alidou, dessen Abgang einer Ehrenrunde glich, stand am Samstag stellvertretend für das, was der gesamte HSV bot. Das jüngste Team der Liga (im Schnitt 23,17 Jahre alt) brachte endlich mal all seine PS auf die Straße und zeigte, wozu es an guten Tagen in der Lage sein kann.


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Jubel, Trubel, Heiterkeit im Volkspark. Weil unter der Führung des bärenstarken Antreibers Sonny Kittel (28) vor allem die HSV-Talente aufblühten. Mit Ludovit Reis (21), Alidou (20) und Anssi Suhonen (20) trafen gegen Regensburg gleich drei Junioren-Nationalspieler ins Schwarze.

Der HSV beendete die Serie der vielen Unentschieden

Ein Befreiungsschlag, dieses 3:1 der schon als Remis-Könige der Liga verspotteten Hamburger. Acht Mal bereits teilten sie in dieser Saison mit ihren Gegnern die Punkte – zu oft, um ganz oben angreifen zu können.

Diesmal aber saß der Auftritt. Früh verpasste es der HSV, in Führung zu gehen, weil insbesondere Glatzel (6./9./18.) und Alidou (2./9.) beste Gelegenheiten ausließen. Reis aber brach den Bann, traf flach mit rechts unten links – das 1:0 (31.).

Regensburg traf nach der HSV-Führung sofort zum 1:1

Das sorgte für Freude bei den 23.505 Fans, vorerst aber nur kurz – denn Beste nutzte eine Unachtsamkeit der HSV-Abwehr nur kurz darauf zum Ausgleich (33.), da war die Tor-Ansage nach der HSV-Führung gerade erst verklungen.

Sollte es erneut so ein Heimspiel wie so oft zuletzt werden, als der HSV gegen Düsseldorf und Kiel (jeweils 1:1) unnötig Punkte liegen ließ? Nein. Denn Alidou sorgte mit seinem ersten Zweitligator noch vor der Pause wieder vor Euphorie (45.).

Kittel und Suhonen entschieden die Partie für den HSV

Wer nun erwartete, dass Regensburg nach der Pause drücken würde, sah sich getäuscht. Die so stark in die Saison gestarteten Gäste hatten außer Nickligkeiten nicht viel zu bieten. Anders der HSV. Kittel (von Kennedy gefoult), krönte seinen Auftritt mit einem verwandelten Strafstoß – 3:1 (65.). Der eingewechselte Suhonen machte per Schlenzer mit dem 4:1 den Deckel drauf (87.). Auch für ihn war es der erste Profi-Treffer im HSV-Dress.

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Der Volkspark feiert seine Rasselbande, an einem Tag, an dem alles passte. Kommende Woche Sonntag soll es gegen Schlusslicht Ingolstadt so weitergehen, dann wäre der HSV plötzlich mitten im Aufstiegsrennen dabei.  

Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic erkannte den HSV-Sieg an, meinte: „Wir sind auf einen Gegner getroffen, der in allen Belangen deutlich besser war.“ Kollege Tim Walter jubilierte: „Wir waren sehr zielstrebig und haben uns dafür belohnt. Wir haben diesmal verdient gewonnen.“

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