HSV-Trainer Tim Walter (M.) spricht beim Training mit seiner Mannschaft.
HSV-Trainer Tim Walter (M.) spricht beim Training mit seiner Mannschaft.
  • HSV-Trainer Tim Walter (M.) spricht beim Training mit seiner Mannschaft.
  • Foto: WITTERS

HSV hat nur noch eine Mini-Truppe – Trainer Walter gefällt das

Keine vier Wochen dauert es mehr, dann eröffnet der HSV am 23. Juli mit dem Gastspiel auf Schalke die nächste Zweitliga-Saison. Die neue Mannschaft wird bis dahin kaum komplett sein. Wie gut ist der HSV bislang überhaupt aufgestellt? Beim Blick auf das Training im Volkspark stellte sich zuletzt immer wieder die Frage. Hat der HSV zu wenig Spieler?  

Aktuell hat der HSV für die neue Saison 21 Feldspieler unter Vertrag. Dazu kommen die Nachwuchskicker Anssi Suhonen und Maxi Rohr, die zuletzt bereits mit den Profis trainierten. Als Zahl liest sich das erst mal gar nicht so schlecht. Der Haken an der Geschichte: Arbeiten konnte Trainer Tim Walter bislang oft nur mit der Hälfte der Mannschaft. Teilweise standen im Training nur zehn Feldspieler zur Verfügung. Am Sonnabend waren immerhin 14 beim Mannschaftstraining im Volkspark dabei. Wirklich viel ist das allerdings auch nicht.

Viele HSV-Ausfälle an den ersten Tagen

Warum ist die Gruppe so klein? Und ist das für HSV-Coach Walter ein Problem? Die Gründe für die zahlreichen Ausfälle sind vielfältig. Mal ist es eine Corona-Erkrankung (Robert Glatzel), mal sind es kleinere Verletzungen (Sebastian Schonlau, Miro Muheim, Jeremy Dudziak), mal Sonderurlaub nach Einsätzen in der Nationalmannschaft (Amadou Onana, Josha Vagnoman), mal sind es Impftermine oder einfach nur eine Belastungssteuerung.

HSV-Trainer Walter arbeitet gerne in kleiner Gruppe

Für Walter ist alles noch vertretbar. Teilweise sieht er es sogar als Vorteil, mit einer kleinen Gruppe zu arbeiten. Der Trainer: „Man kann überragend mit den Jungs arbeiten. Gerade individuell. Es geht darum, Prinzipien reinzubekommen. Das geht im Kleinen oft besser als im Großen.“

Das Problem: Am Ende müssen es alle Spieler lernen. Und das ist beim HSV bislang nur sehr bedingt möglich. Die fehlende Zeit könnte am Ende dabei durchaus noch zum Problem werden. Unter Walter soll ein aggressiver Angriffsfußball gespielt werden. Auf Knopfdruck wird das nicht funktionieren. Auch das war zuletzt im Training zu erkennen. Es wartet noch viel Arbeit.

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Ein paar mehr fitte und einsatzfähige Profi könnte der HSV also auf jeden Fall gebrauchen, um halbwegs eingespielt in die neue Saison zu starten. Immerhin: Etwas besser soll das Bild in der kommenden Woche im Trainingslager in Grassau (29. Juni bis 7. Juli) werden. Dann rechnet Walter damit, dass bis auf wenige Ausnahmen alle Spieler auch am Mannschaftstraining teilnehmen können. Zumindest am Gerüst der neuen Mannschaft kann dann schon mal etwas intensiver gearbeitet werden. Fest steht: Veränderungen wird es auf der Ab- und Zugangsseiten so oder so noch geben. Das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch nach dem Saisonstart.

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