Martin Wilke, ehemaliger HSV-Trainer
  • Ex-HSV-Trainer Martin Wilke im Jahr 1969.
  • Foto: WITTERS

„Er war ein großes Vorbild“: HSV-Legenden trauern um Wilke

Die Trauer um den am Samstag verstorbenen Martin Wilke (†94) ist groß. In der MOPO erinnern sich mit Gert „Charly“ Dörfel (82) und Harry Bähre (80) zwei ehemalige Schützlinge an den ersten HSV-Trainer der Bundesliga-Geschichte, der für beide viel mehr war als nur ein Übungsleiter.

„Wir haben uns gesucht und gefunden. Ich war sein Lieblingsspieler“, erinnert sich Dörfel an seine Anfänge unter Wilke. Dörfel war es, der am 24. August 1963 beim 1:1 gegen Preußen Münster unter Wilkes Leitung das allererste Bundesligator für den HSV erzielte. „Martin mochte meine Art, wir hatten denselben Humor. Wir hatten einen ganz besonderen Draht“, sagt Dörfel, es habe sofort Klick zwischen beiden gemacht.

Dörfel und Bähre erinnern sich an „Lieblingstrainer“ Wilke

Nach der ersten Bundesliga-Saison 1963/64 wurde Wilkes Vertrag beim HSV nicht verlängert. „Er war nicht hart genug – obwohl er ja nicht unerfolgreich war. Wir haben ja zusammen den DFB-Pokal gewonnen“, sagt Bähre, der Bundesligaspieler mit der Lizenznummer 001. Bähre ergänzt: „Er war über all die Jahre mein Lieblingstrainer, ein sehr feinfühliger, intelligenter Mensch.“


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Nach seiner Trainerkarriere, er coachte noch Concordia und Norderstedt, arbeitete Wilke als Gymnasiallehrer in Norderstedt.

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Kurz vor seinem 95. Geburtstag kommende Woche schloss Wilke für immer die Augen. „Er ist und bleibt ein großes Vorbild von mir“, sagt Dörfel über seinen Freund und erklärt: „Ich möchte genauso alt werden wie er.“ Unvergessen bleibt Wilke, der vom 1954er-Weltmeistertrainer Sepp Herberger (†80) ausgebildet wurde, für den HSV ohnehin. Vor dem Stadion, am Uwe-Seeler-Fuß, ist Wilke auf dem Walk of Fame verewigt.

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