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Es geht um die Taktik und das Personal: HSV-Trainer Steffen Baumgart steht schon vor dem Nord-Duell gegen Kiel im Mittelpunkt.
  • Es geht um die Taktik und das Personal: HSV-Trainer Steffen Baumgart steht schon vor dem Nord-Duell gegen Kiel im Mittelpunkt.
  • Foto: WITTERS

Drei heiße Fragen: Diese Entscheidungen muss HSV-Trainer Baumgart jetzt treffen

Am Samstag (20.30 Uhr/Liveticker bei mopo.de) empfängt der HSV zum Zweitliga-Topspiel Spitzenreiter Holstein Kiel im Volksparkstadion. „Wir brauchen eine überragende Leistung und ein gutes Ergebnis“, sagt Steffen Baumgart, der auf fast alle Profis zurückgreifen kann. Auf welche Spieler wird der HSV-Coach am Ende setzen? Noch gibt es gleich mehrere Fragezeichen. Dabei geht es auch um die richtige Taktik.

Im Vergleich zum jüngsten HSV-Spiel in Magdeburg (2:2) wird es in der Startelf der Hamburger wieder Veränderungen geben. Das steht im Vorfeld des Nord-Duells bereits fest. Dennis Hadzikadunic ist nach seiner Erkältung zurück, der Bosnier bekommt gegen Kiel wieder den Platz in der Innenverteidigung neben Kapitän Sebastian Schonlau. Im Angriff wird Robert Glatzel sein Comeback in der ersten Elf geben. Der Stürmer ist nach seinem Joker-Einsatz in Magdeburg bereit für mehr und rückt nun für András Németh in die HSV-Aufstellung.

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So weit, so klar. Bei einigen anderen Entscheidungen ist das Ergebnis hingegen noch offen. Die MOPO nennt drei heiße Fragen, die der HSV-Trainer alle womöglich erst im Laufe des Samstags beantworten wird.

Taktik entscheidet über Van der Brempt-Comeback

Was plant Baumgart mit Ludovit Reis und Ignace Van der Brempt? In den vergangenen vier Spielen hatte Reis beim HSV die Position des Rechtsverteidigers bekommen. Das allerdings nur bei gegnerischem Ballbesitz. Beim Aufbauspiel der Hamburger rückte der Niederländer in das defensive Mittelfeld, in der Abwehr wurde dann aus der Vierer- eine Dreierkette. „Das hat ganz gut gepasst“, sagt Baumgart, der mit Van der Brempt nun allerdings auch wieder auf den vielleicht besten Rechtsverteidiger der Liga setzen kann.

Automatisch sofort zurück in der Startelf ist der Belgier aber nicht. „Lassen wir uns gemeinsam überraschen“, sagt Baumgart. Die Beantwortung der Frage hängt dabei an taktischen Überlegungen. Sollte Van der Brempt wieder spielen, würde es einen Wechsel zwischen Dreier- und Viererkette im Laufe des Spiels nicht mehr geben. Dafür hätte der HSV auf der anderen Seite allerdings hinten rechts wieder mehr Qualität auf dem Platz. Reis würde dann wahrscheinlich wieder ins Mittelfeld rutschen.

Dompé ist „wichtig“, aber nicht beim HSV gesetzt

Darf Dompé nach seinem starken Aufritt in Magdeburg nun von Beginn an ran? Beim 2:2 in Magdeburg gehörte Dompé ohne Zweifel zu den Gewinnern. Mit seiner Einwechslung nach rund 60 Minuten drehte sich das Spiel und der HSV holte nach einem 0:2-Rückstand mit einem Mann weniger am Ende immerhin noch einen Punkt. Direkt in die Startelf rückt der Franzose deswegen für das Spiel gegen Kiel nun aber nicht zwingend.

„Er ist ein wichtiger Spieler für die Mannschaft. Er kann uns sowohl als Startelfspieler als auch als Joker helfen. Wir überlegen genau, ob es für ihn länger reicht oder wir ihn später bringen, weil Spiele auch zumeist in der Schlussphase gewonnen werden“, sagt Baumgart. Hört sich eher danach an, als ob Dompé auch gegen Kiel zunächst auf der Bank sitzen wird. Entschieden ist das aber noch nicht.

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Wen schmeißt Baumgart für das Kiel-Spiel alles aus dem Kader? Bis auf den gesperrten Innenverteidiger Guilherme Ramos kann der HSV-Trainer gegen Kiel alle Spieler grundsätzlich einsetzen. Ein Problem: Im Kader ist letztlich nur Platz für zwei Torhüter und 18 Feldspieler. Für Baumgart bedeutet das, er muss vor dem Nord-Duell einige harte Entscheidungen treffen und gleich mehrere Spieler aus dem Aufgebot streichen.

Für die HSV-Youngster wird es mal wieder eng

Beim Abschlusstraining am Freitag waren insgesamt 23 Feldspieler im Volkspark auf dem Platz dabei. Neben Ramos müssen also noch vier weitere Profis gegen Kiel auf die Tribüne, obwohl sie eigentlich fit sind. Mit Elijah Krahn, Nicolas Oliveira und William Mikelbrencis (alle 20 Jahre alt) wird es wahrscheinlich die drei jüngsten Spieler treffen. Nummer vier ist womöglich Lukasz Poreba. Der Pole ist nach seiner Erkältung zwar wieder fit, hat aber nicht die ganze Woche trainiert.

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