Glatzel Carlson Aue HSV 2. Bundesliga
  • HSV-Stürmer Glatzel dreht schon jubelnd ab, Aues Carlson kann sein Pech nicht fassen.
  • Foto: WITTER

Aue-Verteidiger untröstlich: Carlson im Tal der Tränen

Die Emotionen konnte er nicht an sich halten. Als Dirk Carlson am Freitagabend in der vierten Minute der Nachspielzeit gegen den HSV den Ball nach einem Latten-Lupfer von Tommy Doyle völlig unbedrängt ins eigene Tor schädelte, brachen bei ihm alle Dämme. Der Luxemburger brach in Tränen aus, musste von Keeper Martin Männel gestützt werden.

Wie ein Häufchen Elend vergrub Carlson das Gesicht hinter seinen Händen, zog sich sein Trikot vor den Kopf. Der Verteidiger, der im Sommer von KSC nach Aue gewechselt war, konnte nicht fassen, was da gerade passiert war.

Gonther lobt Auer Unglücksraben

Der fatale Blackout des Innenverteidigers brachte Aue um den ersten Saisonsieg – im neunten Spiel. Mit seinem irren Eigentor dürfte der US-Amerikaner einen Platz in den Fußball-Jahresrückblicken schon jetzt sicher haben.


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Von den Kollegen gab es warme Worte für den Unglücksraben. Sören Gonther sagte: „Dirk hat ein Riesen-Spiel gemacht. Wir haben das nicht verdient, aber danach fragt keiner mehr“, Männel kümmerte sich nach dem Abpfiff – direkt nach dem Eigentor – rührend um Carlson. Betreuer, Ersatzspieler – sie alle waren nach dem Abpfiff beim unglücklichsten Menschen im gesamten Stadion.

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Nach der Schockstarre, die mit dem Ausgleich einsetzte, feierten auch die Fans ihren Spieler. Und in den sozialen Netzwerken gab es ebenfalls viel Zuspruch für Carlson, zahlreiche Fans kommentierten Fotos von ihm mit „Kopf hoch“ oder „Wir stehen hinter dir“. Für ihn dürfte es sich wie Balsam auf der Seele angefühlt haben.

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