HSV-Stürmer Ransford Königsdörffer ist in diesen Tagen viel unterwegs.
  • HSV-Stürmer Ransford Königsdörffer ist in diesen Tagen viel unterwegs.
  • Foto: imago/Oliver Ruhnke

Alles für Hannover: Der wilde 69-Stunden-Ritt von HSV-Stürmer Königsdörffer

Als frisch gebackener Nationalspieler kehrte er nach Hamburg zurück. Am Dienstag erfüllte sich Ransford Königsdörffer einen großen Traum und debütierte beim 1:0 Ghanas im WM-Test gegen Nicaragua. Kaum wieder da, wartet das nächste Highlight: Am Freitag in Hannover will der 21-Jährige mit dem HSV die Tabellenführung verteidigen.

An Tage wie diese erinnert man sich ein Leben lang, auch wenn das große Glück nur wenige Minuten dauerte. Um 21.40 Uhr hatte Königsdörffers Warten am Dienstag ein Ende, nach 82 Minuten durfte er sein Länderspieldebüt feiern. Acht Minuten für die Ewigkeit, die den Angreifer mit stolzgeschwellter Brust von den „Black Stars“ abreisen ließen. Ziemlich genau 69 Stunden später will er diesen Stolz am Freitag in neue Energie für den HSV ummünzen und den fünften Liga-Sieg in Folge holen. 

HSV-Profi Königsdörffer feierte sein Länderspiel-Debüt für Ghana

„Wir freuen uns, dass er seine ersten Minuten gefeiert hat“, ließ Trainer Tim Walter wissen und hofft: „Es könnten irgendwann ein paar mehr dazukommen. Das ist ein tolles Erlebnis für den Jungen. Diese Euphorie kann er gern mit hierherbringen.“

Lorca-Alicante-Frankfurt-Hamburg: Neu-Nationalspieler Königsdörffer sammelt Meilen

Sie soll Königsdörffer tragen, denn wenn in Hannover der Anpfiff ertönt, wird er anstrengende Tage hinter sich haben. Am Mittwochvormittag düste er zunächst vom spanischen Lorca 130 Kilometer nach Alicante. Von dort aus ging es mit dem Flieger via Frankfurt nach Hamburg, wo Königsdörffer am Nachmittag landete. Am Donnerstagmittag wird der Neu-Nationalspieler mit seinen Kollegen im Volkspark trainieren,  ehe es dann per Team-Bus nach Hannover geht. Dort wird der Stürmer wohl erstmal als Joker bereit stehen.

In Hannover sitzt Königsdörffer wohl zunächst auf der HSV-Bank

Die Tage im Lager der Ghanaer genoss Königsdörffer, auch wenn es gegen Brasilien (0:3) und Nicaragua nur zu dem Mini-Einsatz reichte. Der Ex-Dresdner (kam im Sommer für 1,1 Millionen Euro zum HSV) schöpfte Mut, erhielt Lob und merkte im Training, dass er auf diesem Niveau mithalten kann. Von Nationaltrainer Otto Addo gab es vor der Abreise aufmunternde Worte.

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Nun geht es für Königsdörffer ums WM-Ticket. Um beim Turnier in Katar (ab 20.11.) dabei zu sein, braucht er weiterhin gute Leistungen beim HSV.  Das Spitzenspiel am Maschsee dient da als passendes Bewerbungsschreiben.

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