Abseits oder nicht? Fürths Treffer zum 1:0 gegen den HSV zählte?
  • Enge Kiste: Fürths Ache (ganz unten) scheint vor seiner Hereingabe zum 1:0 gegen den HSV im Abseits zu stehen.
  • Foto: Sky

Ärger über VAR: Wurde der HSV in Fürth benachteiligt?

Tief saß der Frust bei den Profis des HSV, als sie sich nach dem 0:1 in Fürth schnurstracks auf den Weg Richtung Flughafen machten. Per Charterflieger düsten die Hamburger noch am späten Abend zurück in die Hansestadt, mit einer Pleite im Gepäck – aber auch Zweifeln: Ging da vorm entscheidenden Treffer des Abends wirklich alles mit rechten Dingen zu? Oder wurde der HSV durch den VAR benachteiligt?

Sieb hatte nach Aches Hereingabe gerade zum 1:0 für die Franken getroffen (8.), da gingen die Diskussionen schon los. Stand der Flankengeber zuvor im Abseits? Zwei Minuten lang wurde die Szene im Kölner Keller seziert, dann stand die Entscheidung: Tor für Fürth!


MOPO

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Aber durfte der Treffer auch wirklich zählen? Auf mehreren TV-Bildern wirkt es so, als stünde Ache vor seinem Zuspiel in die Mitte im Abseits (siehe oben). So wie zuvor Sieb, der bereits nach sechs Minuten erstmals getroffen hatte, dann aber zurückgepfiffen wurde.

Der HSV wurde vom VAR in dieser Saison schon mehrfach benachteiligt

Während Fürths Sportdirektor Rachid Azzouzi Referee Matthias Jöllenbeck und dessen Gespann nach dem Abpfiff freudestrahlend zur Leistung gratulierte („Hat mir gut gefallen“), blieb den Hamburgern nur der Zorn. Bereits zwei Mal fühlten sie sich in dieser Saison vom VAR klar benachteiligt. Ende August in Nürnberg wurde Robert Glatzel im Strafraum deutlich strafbar von den Beinen geholt, der VAR griff nicht ein. War letztlich egal, der HSV siegte 2:0.

Anders Mitte Oktober im Pokal in Leipzig (0:4). Da sah RB-Verteidiger Mohamed Simakan nach einem Kopfstoß gegen Bakery Jatta nur Gelb statt Rot, traf dann später zum 3:0.

HSV-Profis üben sich in Selbstkritik

Doch bei allen Zweifeln an der Rechtmäßigkeit des Fürther Siegtreffers: Kein Hamburger kommentierte die Szene später oder nahm sie als Ausrede. Stattdessen gingen sie mit sich selbst hart ins Gericht. „Das war von vorn bis hinten keine gute Leistung für uns“, motzte Kapitän Sebastian Schonlau nach dem Spiel.

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