Volksparkstadion des HSV
  • HSV-Vorstand Thomas Wüstefeld hat im Volkspark große Pläne.
  • Foto: WITTERS

200-Millionen-Projekt des HSV sorgt für Kopfschütteln im Senat

Es sind große Pläne für die Zukunft. Geht es nach HSV-Vorstand Thomas Wüstefeld, soll das Gelände rund um das Volksparkstadion kräftig ausgebaut werden. Die Kosten dafür sollen bei bis zu 200 Millionen Euro liegen. Doch die ganze Sache hat auch einen sehr großen Haken: Konkret ist noch gar nichts und die voreilige Veröffentlichung ist erst mal wohl eher ein Eigentor.

Dass das Potenzial rund um das Volksparkstadion noch lange nicht ausgeschöpft ist, ist kein Geheimnis. Wüstefeld will das nun ändern. Seine Vision: Auf dem Parkplatz „Weiß“ soll eine Volkspark-Plaza entstehen. Ein Veranstaltungs-Areal für etwa 12.000 Besucher. Es soll unter anderem für Konzerte und Sportveranstaltungen genutzt werden. Integriert werden sollen Einzelhandelsflächen, ein Gastronomieangebot und Parkplätze über zwei Ebenen. Neben der Plaza soll dann ein „HSV-Tower“ entstehen. In dem Hochhaus wäre unter anderem Platz für ein Hotel. Alles soll am Ende ein großer Treffpunkt für HSV-Fans sein.

HSV: Neugestaltung im Volkspark stößt auf Gegenwind im Senat

Die Kosten von bis zu 200 Millionen Euro sollen durch Investoren abgedeckt werden. Laut Wüstefeld wird es für den HSV keine zusätzliche finanzielle Belastung geben. „Die Rückmeldung ist bislang sehr positiv“, sagte der Vorstand dem „Abendblatt“. Gleichzeitig betonte er, dass man sich bereits seit einiger Zeit mit dem Projekt beschäftige. Vom Architekturbüro Hadi Teherani Architects gibt es auch bereits erste Entwürfe.


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Das Problem: Beim HSV (u.a. dem Aufsichtsrat) und der Stadt Hamburg wurden längst nicht alle über die Pläne informiert. Entsprechend irritiert wird nun reagiert. Es stellt sich die Frage: Hat der HSV aktuell nicht ganz andere Probleme, wie zum Beispiel die Sanierung des Stadions?

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„Wer zu den Sternen fliegen will, muss erst mal eine Bodenstation bauen“, sagte Finanzsenator Andreas Dressel NDR 90,3. Wüstefeld setzt auf gute Gespräche mit der Stadtentwicklung und dem Bezirksamt Altona. Ein Knackpunkt aber könnte der Tower sein, weil die Stadt grundsätzlich größeren Gebäuden eher kritisch gegenübersteht.

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