Dani Baijens im Spiel gegen Göppingen
Dani Baijens im Spiel gegen Göppingen
  • Dani Baijens möchte seinem Ex-Klub nichts schenken.
  • Foto: imago/Sportfoto Rudel

Dani Baijens vom HSV Hamburg trifft auf Ex-Klub: „In Hamm konnte ich wachsen“

Manchmal muss man einen Umweg nehmen, um sein Ziel zu erreichen, und auch ein Schritt zurück kann ein entscheidender Schritt nach vorne sein. Dani Baijens ist das beste Beispiel. Vor eineinhalb Jahren wechselte er aus der Bundesliga in die Zweite Liga, um ein besserer Spieler zu werden und schaffte von dort den Sprung zum HSV Hamburg, bei dem er als neuer Spielmacher in der stärksten Liga der Welt gesetzt ist. Jetzt trifft Baijens auf seinen ehemaligen Klub, der Sprungbrett in die Elbmetropole war.

Das letzte Heimspiel des Jahres ist für den HSVH ein wichtiges und für Baijens ein besonderes. „Ich freue mich mega auf das Spiel und die Jungs“, sagt der Rückraumspieler vor dem Duell am Donnerstag gegen den ASV Hamm-Westfalen (19.05 Uhr, Barclays Arena), den er im vergangenen Sommer in Richtung Hamburg verlassen hatte.

„Ich bin echt happy, wie es die letzten eineinhalb Jahre für mich gelaufen ist“, resümiert Baijens seine entscheidenden Weichenstellungen im Gespräch mit der MOPO. „Der Schritt zurück eine Liga tiefer war am Anfang echt hart, aber er hat mich wirklich vorangebracht und bereit für einen neuen Anlauf in der Bundesliga gemacht.“ Ein Ham(m)burg-Effekt.

Verantwortung in Hamm lässt Baijens wachsen

Im Sommer 2021 war der niederländische Nationalspieler vom TBV Lemgo, wo er nur wenig Spielzeit erhalten hatte und seine Entwicklung stagnierte, zum nur rund 100 Kilometer entfernten Zweitligisten Hamm gewechselt. „Dort habe ich ganz viel Spielzeit und Verantwortung bekommen, sollte das Spiel lenken und einer der Leader sein“, erzählt der pfeilschnelle Mittelmann. „Ich konnte in Hamm wachsen, mich sportlich und auch menschlich weiterentwickeln.“

Nach nur einem halben Jahr klopfte der aufstrebende Neu-Bundesligist HSVH an, Baijens sah die guten Rahmenbedingungen, machte von einer Ausstiegsklausel in seinem Zwei-Jahres-Vertrag Gebrauch, den Transfer bereits im Februar öffentlich und wechselte im Sommer 2022 an die Elbe – nach einem perfekten Ende in Hamm. „Der Aufstieg zum Abschied war fantastisch, davon hatte ich geträumt“, erzählt Baijens und schwärmt noch immer von der „mega-geilen Party“.


MOPO

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Eine Abschiedsparty will er auch morgen feiern, mit seinen Hamburger Teamkollegen, nach dem letzten Spiel vor Heimpublikum in diesem Jahr. Für den HSVH sind zwei Punkte gegen den Tabellenletzten, der zuletzt mit einem Remis gegen Hannover aufhorchen ließ, Pflicht. „Wir wollen unbedingt gewinnen“, sagt Baijens, der sich besonders auf seine alten ASV-Kumpels Felix Hertlein und Tim Wieling und auch Ex-Trainer und Förderer Michael Lerscht freut, zu dem er ebenfalls noch Kontakt hält.

HSVH etabliert sich dank Baijens in der Bundesliga

Sportlich hat sich Baijens 2022 verbessert. In jeder Hinsicht. Während der ASV nach dieser Saison wohl wieder zweiter Klasse spielen muss, etabliert und entwickelt sich der HSVH – auch dank Baijens (54 Tore, 34 Assists) – im zweiten Bundesligajahr, rangiert aktuell auf einem beachtlichen neunten Platz.

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„Mit 15:15 Punkten können wir relativ zufrieden sein“, sagt der Turbo-Handballer, der mit Freundin Nyala in Eppendorf wohnt und sich in seiner neuen Stadt und seinem neuen Klub pudelwohl fühlt. Die Einschränkung „relativ“ zeigt seinen Ehrgeiz und den seiner Mannschaft. „Wir können es noch besser – und das gilt auch für mich“, sagt er selbstkritisch. „Ich muss noch viel an mir arbeiten.“ Denn Dani Baijens und der HSVH haben noch viel vor. Nächster Schritt: ein Sieg gegen Hamm.

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