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Hamburg Handball HSV Kühn Schimmelbauer
  • Hamburgs Tobias Schimmelbauer (r.) versucht den Melsunger Nationalspieler Julius Kühn zu stoppen.
  • Foto: Imago

Stau und Stunk! Hamburgs Handballer verlieren nach Verspätung in Melsungen

Es war eine Dienstreise zum Vergessen für Hamburgs Handballer. Erst steckte die Mannschaft stundenlang auf der Autobahn im Stau fest. Dann lief nach einem verspäteten Anwurf auch auf dem Spielfeld zu viel schief. Der Aufsteiger verlor bei der MT Melsungen mit 22:26 (9:14). Zu allem Überfluss gibt es neue Verletzungssorgen.

Um 19.05 Uhr hatte die Partie in der Rothenbach-Halle in Kassel angepfiffen werden sollen, erst um 19.15 Uhr war das Team des HSVH an der Halle eingetroffen. Sechs Stunden hatte der Bus nach einer Vollsperrung auf der A7 mit Umwegen gebraucht.

HSV Hamburg steht vor Spiel in Melsungen im Stau fest

Nachsicht der Gastgeber? Denkste. Melsungen pochte auf einen möglichst zeitnahen Anwurf, der auf 19.50 Uhr gelegt wurde. Die Hamburger hatten kaum Zeit, sich vorzubereiten. Dicke Luft. „Wir stehen ja nicht absichtlich im Stau“, sagte HSVH-Coach Torsten Jansen nach der Partie. „Man sollte so fair sein, den Spielern die Chance zu geben, sich richtig warm zu machen und muss nicht um zehn Minuten feilschen.“


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Schlechte Nachrichten hatte es auch schon vor der Abfahrt gegeben. Vier Rückraumspieler waren in Hamburg geblieben. Neben  Philipp Bauer (Gehirnerschütterung) und Jan Kleineidam (Rücken) auch Azat Valiullin, dessen Knieprobleme wieder schlimmer geworden sind.

Dominik Axmann wieder verletzt, Azat Valiullin erneut mit Knieproblemen

Noch bitterer ist das Aus von Dominik Axmann, der sich im Training einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hat, nachdem er gerade erst wieder nach langer Verletzungspause ein starkes Comeback gegeben hatte. Tragisch.

Trotz aller Widrigkeiten spielte der HSVH zunächst gut mit (4:4/10.), leistete sich dann aber zu viele Fehler und auch Torhüter Johannes Bitter bekam kaum einen Ball zu fassen, sodass es zur Halbzeit fünf Tore Rückstand waren.

Torsten Jansen schnauzt HSV-Spieler an: „Die hauen euch auf die Fresse“

Nach der Pause kämpften sich die Gäste auch Dank einiger Paraden des eingewechselten Jens Vortmann auf 14:16 heran (37.). Doch dann verließ die Hamburger im Angriff der Mut. Zu zaghaft, zu unpräzise. In der Deckung ging der Zugriff verloren. Melsungen zog auf 16:22 davon (46.). Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Lukas Ossenkopp an der Schulter.

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„Die hauen euch auf die Fresse und ihr steht da nur!“, schimpfte Trainer Torsten Jansen lauthals in einer Auszeit. „Wir lassen uns doch nicht abschlachten!“ Sein Team bäumte sich nochmal auf und hielt die Niederlage in Grenzen – es war die dritte in diesem Jahr. Im dritten Spiel.

Unterdessen hat der Ligaverband HBL das abgesagte Heimspiel gegen Balingen für den 10. April neu angesetzt.

STATISTIK, Tore HSVH: Weller (6/1),  Wullenweber (5), Bergemann (3), Tissier (3), Späth (1), Ossenkopp (1), Theilinger (1), Mortensen (1/1), Forstbauer (1)

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