Kreisläufer Niklas Weller vom HSV Hamburg tankt sich durch
  • Volle Kraft voraus: Niklas Weller und sein HSV Hamburg haben mit dem Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen ein Ausrufezeichen gesetzt.
  • Foto: Imago

Nach Tor-Show gegen Löwen: Brauchen Hamburgs Handballer ein neues Saisonziel?

Drei Siege in Serie, Rang acht in der Tabelle der stärksten Liga der Welt. Hamburgs Handballer sind weiter auf dem Vormarsch. Nach dem sensationellen 40:37-Sieg über die Rhein-Neckar Löwen strotzt die Mannschaft vor Selbstvertrauen. Muss der HSVH in seinem zweiten Jahr in Liga eins höhere Ziele ins Visier nehmen als den erneuten Klassenerhalt?

Für das Punktekonto brachte der Coup nicht mehr als zwei Zähler, aber er hat einen Mehrwert. Die Hamburger haben mit den Löwen ein formstarkes Topteam geschlagen. Eine Premiere.

„Für den Kopf ist das sehr, sehr wichtig“, betont Kreisläufer und Kapitän Niklas Weller. In den Spielen gegen die Liga-Elite hatten die Hamburger in ihrer ersten Bundesligasaison oft nur eine Halbzeit oder 45 Minuten mithalten können, am Ende aber fast immer deutlich verloren.

Jacob Lassen: HSV Hamburg kann „die Besten schlagen“

In dieser Spielzeit sieht es besser aus. Wenngleich die Niederlage in Kiel deutlich ausfiel (28:40), war gegen Flensburg (30:31) mindestens ein Punkt drin und der Sieg gegen die Löwen ist nun Belohnung für die Entwicklung der Mannschaft, die durch die Neuzugänge Jacob Lassen und Spielmacher Dani Baijens eindeutig an Qualität gewonnen hat.


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„Wenn wir unser Bestes zeigen, dann können wir auch die Besten schlagen“, sagte Rückraum-Hüne Lassen nach seiner Elf-Tore-Gala gegen die Löwen selbstbewusst.

Der hochverdiente Sieg gegen die Löwen und die 40 erzielten Tore sind ein Ausrufezeichen. „Das war ganz hohes Niveau, dass die Jungs abgeliefert haben“, lobt Geschäftsführer Sebastian Frecke. „Die Jungs haben einen Lauf.“ Lassen: „Ich hoffe, wir können auf dieser Welle weiterreiten.“

HSV jetzt gegen Erlangen, Füchse Berlin und Magdeburg gefordert

Schon am Donnerstag ist der HSVH beim stark gestarteten HC Erlangen gefordert. „Da wird sich zeigen, ob wir was aus dem Sieg gegen die Löwen mitnehmen können, oder ob wir uns darauf ausruhen“, betont Trainer Jansen, der weder zu Euphorie noch zu vorschnellen Urteilen neigt.

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Ob die Hamburger regelmäßig mit den Topteams mithalten, sie richtig fordern, gefährden und bestenfalls punkten können, wird sich in den nächsten beiden Heimspielen gegen Spitzenreiter Berlin am Sonntag und Meister Magdeburg (27. November) zeigen.

Niklas Weller: Korrektur des Saisonziels ist kein Thema

Am offiziellen Saisonziel  – Klassenerhalt und möglichst einen Rang besser als in der Premierenspielzeit (Platz 14) – wird beim HSVH nicht gerüttelt. „Es ist noch so früh in der Saison, da korrigieren wir gar nix!“, stellt Kapitän Weller mit deutlichen Worten klar. Hamburgs Handballer lassen ohnehin lieber Taten sprechen.

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