Niklas Weller (r.) und Lukas Ossenkopp
Niklas Weller (r.) und Lukas Ossenkopp
  • Zwei, die mitreißen wollen: die HSVH-Kapitäne Niklas Weller (r.) und Lukas Ossenkopp
  • Foto: WITTERS

Vor 2700 Fans! Hamburger Handballer wollen Aufstieg perfekt machen

100 Prozent Einsatz über 60 Minuten für zwei Punkte, auch wenn einer reichen würde. Hamburgs Handballer wollen am Dienstagabend im letzten Heimspiel der Saison den Bundesliga-Aufstieg perfekt machen und mit bis zu 2700 Fans in der Barclaycard Arena eine ausgelassene Party feiern.

Das Ticket für die Reise ins Oberhaus des Handballs liegt am Schalter bereit, der HSVH muss es jetzt lösen: Einmal 1. Klasse, bitte! Dafür braucht es allerdings auch eine Klasse-Leistung im Duell mit dem unangenehm zu spielenden Tabellenzehnten ASV Hamm-Westfalen (20 Uhr, Sportdeutschland.tv).

HSV Hamburg: Handballer hoffen auf Aufstieg in die Bundesliga

Die Motivation beim Zweitliga-Spitzenreiter ist riesengroß, gleiches gilt für Anspannung und Vorfreude. „Wir haben die Riesen-Chance, den Aufstieg in eigener Halle und mit unseren Fans im Rücken klarzumachen“, weiß Kapitän Lukas Ossenkopp und versprüht im Gespräch mit der MOPO Zuversicht und Selbstvertrauen. „Wir werden alles in die Waagschale werfen. Wenn wir auf die Platte bringen, was wir können, dann gewinnen wir.“

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Eine Frage des Kopfes. Schlüssel wird sein, die richtige Mischung aus Konzentration, Aggressivität und Lockerheit zu finden, um nicht zu verkrampfen. Angesichts der Bedeutung des Spiels ist das durchaus ein Risiko.

Während die Fans dem Anwurf euphorisch entgegenfiebern, hält sich die Vorfreude bei Präsident Marc Evermann in Grenzen. „Noch gibt es nichts zu feiern“, sagt der HSVH-Boss der MOPO. „Wir haben einen Job zu erledigen. Wir haben alle Chancen, aber es bleibt gefährlich.“

HSVH hatte ersten Aufstiegs-Matchball in Dresden vergeben

Der Präsident hat noch das 31:37 vor neun Tagen in Dresden im Kopf. Das Team von Trainer Torsten Jansen hatte sich kurzfristig der erste Matchball für den Aufstieg geboten. Anstatt zuzuschlagen, kassierten die Hamburger die höchste Saisonniederlage.

Der zweite Versuch muss sitzen. Zwar bliebe dem HSVH noch das letzte Saisonspiel in Bietigheim am Samstag, um den Sack zuzumachen, doch ein Endspiel in der Fremde – nach dann zwei Niederlagen in Serie – will man unbedingt vermeiden.

Und: Wer will schon seine eigene Party crashen? Zumal das Spiel gegen Hamm ein echter Joker ist. Dabei handelt es sich nämlich um die gleich mehrfach verschobene Hinrunden-Partie (!), das dem HSVH jetzt noch einmal ein Heimspiel beschert.

Wie viele Zuschauer in der Arena sein werden, ist noch unklar. Durch die logistischen Hürden des Modellversuchs hat der HSVH bislang 1800 von den erlaubten 2700 Tickets an den Fan gebracht. Bis Dienstag, 14 Uhr, läuft der freie Verkauf. Am Ende des Tages ist die einzige Zahl, die wirklich zählt, der eine Punkt, der noch fehlt zum ganz großen Glück.

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