Niklas Weller, Jim Gottfridsson, Johannes Golla
  • Am Ende konnten sich Niklas Weller (vorne) gegen Jim Gottfridsson, Johannes Golla (r.) und Flensburg nicht durchsetzen.
  • Foto: WITTERS

„Trotzdem stolz“: Handballer verpassen Sensation gegen Flensburg

Die Serie ist gerissen, der Vize-Meister war eine Nummer zu groß und Hamburgs Handballer hatten nicht ihren besten Tag. Nach vier Liga-Spielen ohne Niederlage kassierte der Aufsteiger in eigener Halle eine 27:33 (14:17)-Niederlage gegen die SG Flensburg-Handewitt.

Kein Beinbruch für den Liga-Neuling, der sich in den ersten gut 40 Minuten der Partie teuer verkaufte und phasenweise auf Augenhöhe agierte. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, meinte Trainer Torsten Jansen und Torhüter Johannes Bitter betonte: „Wir können erhobenen Hauptes aus der Halle gehen. Flensburg ist halt nicht unsere Kragenweite.“

HSV Hamburg: Handballer schnupperten an Überraschung

Bis zur 43. Minute war das Spiel vor 6435 Zuschauern (Saisonrekord) in der Barclays Arena völlig offen. Der HSVH hatte einen 16:20-Rückstand (35.) gedreht und schien beim Stande von 23:23 Chancen auf eine Überraschung zu haben. Mit einem 0:4-Lauf gerieten die Hamburger jedoch auf die Verliererstraße, weil sie sich gegen die Flensburger Deckung zunehmend schwertaten, ihre Chancen nicht nutzten oder Fehler produzierten, die die Gäste dann eiskalt bestraften und dabei ihre ganze Klasse ausspielten.

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„Die Qualität von Flensburg muss man einfach anerkennen“, sagte Jansen. Spieler wie Johannes Golla, Hampus Wanne oder auch Jim Gottfridsson machten den Unterschied. Der schwedische Mittelmann spielte trotz einer Sprungelenks-Verletzung, humpelte beim Gehen, war dennoch nicht zu stoppen – und erzielte sieben Tore.

HSVH-Linksaußen Mortensen: „Wir haben nie aufgegeben“

Es hätte schon einer optimalen Leistung der Hamburger bedurft, um gegen die zuletzt kriselnden Flensburger etwas Zählbares zu holen. „Ich bin trotzdem stolz auf unsere Mannschaft“, betonte Linksaußen Casper Mortensen. „Wir haben 60 Minuten gekämpft, nie aufgegeben und immer weiter gemacht.“


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Die Atmosphäre in der Halle war der Partie absolut würdig. „Es war eine geile Stimmung in der Halle“, freute sich Mortensen über die Kulisse. Mehrere hundert Flensburger Fans trugen ihren Teil dazu bei, feierten mit ihrem Team nach dem Sieg, als hätte die SG einen Titel gewonnen.

Der HSVH ist mit nun 7:7 Punkten Tabellensiebter und liegt nach wie vor weit über den Erwartungen. Im nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Schlusslicht Minden, das in der wiedereröffneten Sporthalle Hamburg ausgetragen wird, sind die Hamburger dann erstmals in dieser Saison der Favorit.

Tore HSVH: Weller (7/2), Mortensen (6/1), Forstbauer (5), Valiullin (3), Andersen (2), Tissier (2), Ossenkopp (1), Bergemann (1); Zeitstrafen: 3/5; bester Werfer SG: Wanne (8/2)

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