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Dani Baijens vom HSV Hamburg
  • Schmerzhaftes Aus: Dani Baijens vom HSV Hamburg hat einen Bruch der rechten Wurfhand erlitten.
  • Foto: IMAGO / Lobeca

Handbruch und OP! Baijens-Aus verschärft die Krise bei Hamburgs Handballern

Bei Hamburgs Handballern schrillen die Alarmglocken. Die aktuellen Schwächen der Mannschaft wurden bei der 31:36-Heimpleite gegen Stuttgart gnadenlos offengelegt. Spieler und Trainer reden Klartext. Ein schwerer Schlag ist die Verletzung von Rückraum-Turbo Dani Baijens, bislang bester Feldtorschütze des HSVH.

Dem schlechten Spiel folgte tags darauf die – erwartet – schlechte Nachricht. Baijens hat sich gegen Stuttgart einen Mittelhandbruch in der rechten Wurfhand zugezogen und wird Dienstag im Krankenhaus St. Georg operiert. Der 25-Jährige, der gerade in Vertragsverhandlungen mit Paris Saint-Germain steckt, wird seiner Mannschaft rund acht Wochen fehlen, so die Prognose der Mediziner.

Ein herber Verlust. Der niederländische Nationalspieler hat in dieser Saison bislang 46 Treffer erzielt, ist teamintern die Nummer zwei hinter Linksaußen Casper Mortensen (69, davon aber 26 Siebenmeter) und ligaweit der siebtbeste Torschütze. Dass der Verein kurzfristig auf den Baijens-Ausfall reagiert und personell nachrüstet, ist aufgrund der knappen finanziellen Mittel unwahrscheinlich.

Dani Baijens erleidet Handbruch und fällt acht Wochen aus

Der Baijens-K.o. verschlimmert die kollektive Krisen-Stimmung beim HSVH. Die Laune war schon nach der deutlichen Niederlage gegen die Schwaben tief im Keller, der Frust nach der enttäuschenden Leistung groß.

„Wir wollen Bundesliga spielen, wir wollen hier zu Hause ein Spiel gegen Stuttgart auf jeden Fall gewinnen. Da darf uns das nicht passieren“, stellt Kapitän Niklas Weller klar. „​​​​​​​Da müssen wir jetzt gemeinsam dran arbeiten und noch besser gemeinsam verteidigen.“ Mit den Keepern, die hinter der Löchrigen Abwehr derzeit kaum einen Ball zu fassen bekommen. Eine teuflische Kombination.

Abwehrproblem beim HSV Hamburg für Trainer Jansen ein Rätsel

Die Defensive, die die meisten Treffer in der Liga kassiert, ist das große Problem des HSVH. „Das jetzt zum Thema machen zu müssen, ist für mich auch rätselhaft, weil es mehr oder weniger die gleichen Spieler sind, die auch letzte Saison die Verantwortung hatten“, sagt Jansen irritiert und auch ratlos. „Letzte Saison hat das recht ordentlich funktioniert. Warum das jetzt nicht funktioniert … tja …“

Ein Kopf-Problem, so scheint ist. Die Verunsicherung ist groß und unübersehbar. Nach einem starken Start gegen Stuttgart mit einer deutlich verbesserten Abwehrleistung und einer 8:4-Führung ließen sich die Hamburger von zwei, drei aufeinanderfolgenden Fehlern und Fehlwürfen im Angriff aus dem Konzept bringen – und zwar komplett. „Und alle laufen herum als hätten sie noch nie von Handball gehört“, beschreibt Jansen den kollektiven Blackout.

Leif Tissier: „In dieser Liga ist sowas der Genickbruch“

Leif Tissier hat ihn auf dem Spielfeld erlebt. „Wir werfen unnötig Bälle weg, sind dann wieder verunsichert in der Abwehr und kriegen einfache Tore, verwerfen vorne wieder“, beschreibt der Rückraumspieler den Abwärtsstrudel, in den eine Mannschaft mit angeknackstem Selbstvertrauen gerät. „In dieser Liga ist sowas dann halt der Genickbruch.“

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Auch die Torhüter geraten zunehmend in die Kritik. Johannes Bitter gelangen in den ersten 38 Minuten magere fünf Paraden, dem eingewechselten Jens Vortmann bis zum Ende nur eine einzige.

„Mau“ nennt Jansen die Keeper-Quoten. „Wir nehmen jetzt nicht nur die Abwehr in die Pflicht, sondern auch unsere Torhüter. Das sind erfahrene Jungs. Da müssen wir gemeinsam nach Lösungen suchen und die auch schnellstmöglich finden.“ Denn: „So können wir nicht weiterspielen.“ Rückraum-Star Jacob Lassen fordert: „Wir müssen uns jetzt zusammenreißen.“ Ohne Baijens.

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