Feuer in der Kiste: DHB-Torhüter Andreas Wolff brennt auf seinen ersten Einsatz bei dieser WM.
  • Feuer in der Kiste: DHB-Torhüter Andreas Wolff brennt auf seinen ersten Einsatz bei dieser WM.
  • Foto: imago images/Herbert Bucco

Gegen Ungarn im Tor: Wolff will sich nach Fehlstart in die WM beißen

Seit sieben Tagen fliegt bei der WM der Ball, vor fünf Tagen hat die deutsche Mannschaft ins Geschehen eingegriffen. Torhüter Andreas Wolff steigt jedoch erst am Dienstag ins Turnier ein. Es ist ein ungewollter Spätstart für den bärtigen Keeper-Hünen, der gleich voll gefordert ist und im Eiltempo seine WM-Form finden muss.

Dem 1,98-Meter-Mann juckt es in den Fingern. Ein Spiel später als geplant greift Wolff heute ins Geschehen ein. Eigentlich hatte der Torhüter vom polnischen Spitzenklub Vive Kielce gegen Kap Verde seinen Einstand bei dieser WM geben sollen. Nach der Absage musste er sich weiter gedulden. Ein unglücklicher Fehlstart in die WM, für den niemand etwas kann.

„Natürlich ist der Hunger und die Motivation groß“, sagt der 29-Jährige, der gegen Ungarn mit Johannes Bitter das Torhütergespann bildet. Er sei „sehr gespannt darauf, endlich ins Turniergeschehen einzugreifen.“.

Handball-WM: Andreas Wolff gegen Ungarn im DHB-Tor

Zum Auftakt gegen Uruguay hatte Bundestrainer Alfred Gislason auf die Dienste seiner „Nummer 1 A“ verzichtet. Wolff saß nur auf der Tribüne. Begründung: Kullertore des unorthodoxen Gegners hätten beim überehrgeizigen Schlussmann für übertriebenen Ärger gesorgt.

Wolff war nicht etwa sauer deswegen, er stimmte der Argumentation Gislasons sogar zu. Beide kennen sich aus gemeinsamen Zeiten beim THW Kiel. Der Coach weiß den nicht immer einfachen Wolff einzuschätzen.

Andreas Wolff: Erstes Spiel nach Kritik an DHB-Kollegen

Heute wird er endlich im Tor und damit sportlich im Fokus stehen. Wenige Tage vor der WM hatte Wolff mit seiner Kritik an den Nationalspielern, die ihre Teilnahme aufgrund von Corona-Bedenken abgesagt hatten, für Wirbel und  deshalb auch Unmut beim Bundestrainer gesorgt.

DHB-Vizepräsident Bob Hanning hatte Wolff daraufhin im MOPO-Interview gegen Kritik verteidigt, zugleich aber auch Verständnis für die Position Gislasons geäußert.

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Wolff selbst will ab sofort vor allem Taten sprechen lassen und nur noch mit Paraden für Schlagzeilen sorgen.

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