Raphael Guerreiro
  • Raphael Guerreiro traf sehenswert zum 1:0 für den BVB.
  • Foto: imago/Matthias Koch

„Unseriös“: Reus und Hummels trotz BVB-Sieg sauer

Vor dem emotionalen Wiedersehen mit Borussia Mönchengladbach hat Trainer Marco Rose mit seinem neuen Klub Borussia Dortmund eine perfekte Woche mit dem dritten Sieg binnen acht Tagen gekrönt. Beim 4:2 (2:0) am Sonntag zeigte der BVB dem bis dahin noch ungeschlagenen 1. FC Union Berlin zunächst deutlich die Grenzen auf, machte es zum Ende aber noch einmal unnötig spannend.

Wieder fingen sich die Dortmunder gegen lange harmlose Berliner Gegentore: Max Kruse per Foulelfmeter (57) und der für ihn eingewechselte Andreas Voglsammer (81.) waren für Union erfolgreich. Raphaël Guerreiro mit einem Volley-Traumtor (10.) und natürlich Torgarant und Bundesliga-Topscorer Erling Haaland mit seinem sechsten und siebten Treffer im fünften Saisonspiel (24./83.) schossen die Tore für den BVB. Zudem unterlief Union-Kapitän Marvin Friedrich ein Eigentor (52.).

Bundesliga: Borussia Dortmund besiegt Union Berlin dank zwei Traumtoren

Die Westfalen bleiben damit mit zwölf Punkten nur einen Zähler hinter Bayern München. In der kommenden Woche steht Rose mit dem BVB dann das emotional aufgeladene Prestigeduell in Gladbach bevor, wo der Dortmunder Coach mit heftigen Fan-Reaktionen nach seinem Wechsel im Sommer rechnen muss.

Verlass ist indes insbesondere auf Tor-Maschine Haaland, der inzwischen auch per Kopf erfolgreich ist. In den vergangenen Tagen hatte Rose noch Verbesserungspotenzial in dieser Hinsicht beim 21-Jährigen ausgemacht. Sein Treffer zum 2:0 war erst sein vierter per Kopf bei insgesamt 47 Ligatoren, allerdings war Haaland auch in Leverkusen bereits mit einem Kopfball erfolgreich gewesen. Der Norweger besorgte in der Endphase auch traumhaft im Fallen die Entscheidung. Zuvor hatte Guerreiro die Dortmunder in der starken Anfangsphase mit einem Traumtor volley ins lange Eck in Führung gebracht.

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Für Union war auch im dritten Spiel in Dortmund seit dem Bundesliga-Aufstieg nichts zu holen. Das Team von Trainer Urs Fischer lief schon früh nur hinterher und ließ sich weit in die Defensive drängen. Drei Tage nach dem 1:3 in der Conference League bei Slavia Prag wirkten die Köpenicker auch nicht so frisch wie Dortmund, das schon am Mittwoch beim türkischen Meister Besiktas gespielt hatte.

BVB-Kapitän Marco Reus war aber trotz des Sieges alles andere als zufrieden. „Wir haben es uns wieder unnötig schwer gemacht und zu einfach die Tore hergeschenkt“, schimpfte der Nationalspieler bei DAZN. „Wir müssen cleverer sein, viel erwachsener spielen, wir müssen uns auf jeden Fall darüber unterhalten.“ Zustimmung bekam er von Abwehrchef Mats Hummels. „Leider sind wir nach dem 3:0 wieder in so ein Muster verfallen.“ Hummels nannte den Fußball danach ein „bisschen unseriös, nicht erfolgsorientiert“.

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