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Anfang Juni freute sich Max Eberl über den DFB-Pokal-Gewinn von RB Leipzig.
  • Anfang Juni freute sich Max Eberl über den DFB-Pokal-Gewinn von RB Leipzig.
  • Foto: imago/Beautiful Sports

Zwei Stars weg: So reagiert Bullen-Boss Eberl auf den Ausverkauf bei RB Leipzig

RB Leipzig laufen die Stars weg, die Sachsen stehen vor einem Umbruch. Für Max Eberl ist das aber kein Grund zur Sorge.

Die Zauberfüße und der Mittelfeldmotor sind schon weg, der Abwehrboss steht kurz vor dem Absprung – doch in Panik verfällt Max Eberl deshalb nicht. „Ich kann die Enttäuschung und Sorgen der Fans verstehen. Kein Verein, kein Verantwortlicher und kein Trainer dieser Welt verliert gerne Spieler dieses Formats“, sagte der Sport-Geschäftsführer von RB Leipzig der „Leipziger Volkszeitung“: „Aber das Ganze hat uns nicht unvorbereitet getroffen – und ich kann versprechen, dass wir wieder eine klasse und mitreißende Mannschaft haben werden.“

RB Leipzig gab Spieler für 130 Millionen Euro ab

Gleich in seinem ersten Transfersommer in Sachsen kommt es für Eberl knüppeldick. Die Abgänge der Ausnahmespieler Christopher Nkunku (zu Chelsea/60 Millionen), Dominik Szoboszlai (Liverpool/70) und Konrad Laimer (Bayern/ablösefrei) schmerzen heftig – spülen aber auch viele Millionen in die Kassen des deutschen Pokalsiegers.

Und der nächste Geldregen steht schon bevor. Josko Gvardiol ist auf dem besten Weg, Spieler von Manchester City und bei einer Ablösesumme von 100 Millionen Euro der teuerste Verteidiger der Welt zu werden. „Josko und seine Berater haben bei uns den Wunsch nach einem Wechsel zu Manchester City hinterlegt. Wir sind in Gesprächen mit Manchester. Mehr ist dazu momentan nicht zu sagen“, so Eberl.

Eberl will keine „Mondpreise“ bezahlen

Damit die Sachsen auf dem höchsten Niveau wettbewerbsfähig bleiben, steht dem Sportchef also genug Geld zur Verfügung – doch „Mondpreise“ werden die Leipziger deshalb nicht bezahlen, versicherte Eberl. Ein Teil der Summe wurde bereits in die Zugänge Christoph Baumgartner (Hoffenheim/24 Millionen), Benjamin Sesko (24) und Nicolas Seiwald (beide Salzburg/20) reinvestiert. Ob die jungen Hoffnungsträger, laut Eberl „richtig gute Jungs“, aber in der Champions League und im Kampf um die deutsche Meisterschaft sofort als adäquater Ersatz dienen, ist fraglich. Zu schwerwiegend ist der Wegfall der Stars und Publikumslieblinge.

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Zur Wahrheit gehört: Eberl selbst waren bei den Abgängen die Hände gebunden. Liverpool aktivierte die Ausstiegsklausel von Szoboszlai und machte ihn zum Leipziger Rekordverkauf, Nkunkus Wechsel zu Chelsea stand schon lange fest und sei laut Eberl „leider sportlich und wirtschaftlich alternativlos gewesen“. Laimers Vertrag lief aus, dazu hatte der Österreicher schon im Winter in München unterschrieben. Zumindest bei den Verhandlungen um die kroatische Abwehrkante Gvardiol kann Eberl mitmischen.

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„RB Leipzig hat es auch vor meiner Zeit immer wieder geschafft, eklatante Abgänge aufzufangen. Daran arbeiten wir auch jetzt gerade mit großer Lust und Überzeugung“, betonte Eberl, der in diesem Sommer beispielsweise die Vertragsverlängerung mit Dribbelkünstler Dani Olmo als Erfolg verbuchen konnte. Dazu kündigte der Sportchef die Verpflichtung von weiteren „extrem spannenden“ Spielern an – kein Grund zur Panik also.

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