Nationalspielerin Giulia Gwinn
  • Giulia Gwinn sieht den DFB in der Pflicht, mehr in den Frauenfußball zu investieren.
  • Foto: imago/Beautiful Sports

Ungleiche Voraussetzungen? EM-Star Gwinn äußert klare Forderungen an den DFB

Nationalspielerin Giulia Gwinn hofft, dass die EM-Euphorie auch in der Bundesliga zu spüren sein wird. „Genau das muss jetzt unser Ziel sein”, sagte die 23-Jährige der „Welt am Sonntag“, „dass wir die Begeisterung auch in den Alltag mit reinbringen und die Menschen zu den Bundesligaspielen in die Stadien kommen.” Mittelfristig müssten sich aber die Rahmenbedingungen ändern.

Mit Bayern München eröffnet Gwinn zum Auftakt am kommenden Freitag (19.15 Uhr/MagentaSport) bei Eintracht Frankfurt die Saison. Für Gwinn gehören beide Teams neben Meister VfL Wolfsburg zu den Vereinen der Liga, „in denen es wirklich professionell zugeht. Hinter den Topklubs gibt es Klubs, die ihr Bestes versuchen, die finanziell aber limitiert sind“, sagte die Vize-Europameisterin.

Frauenfußball: Giulia Gwinn hofft auf EM-Euphorie in Bundesliga

Durch das Leistungsgefälle werde in der Bundesliga „nicht immer der attraktive Fußball gespielt, wie ihn die Nationalmannschaft bei der EM geboten” habe, sagte Gwinn. Daher gibt es für sie noch viel zu tun.


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„Es ist unsere Aufgabe, mit guten Leistungen weiter Werbung zu machen”, sagte sie: „Aber es ist auch Aufgabe des DFB, der Liga und der Vereine, die Vermarktung anzukurbeln.”

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Gwinn fordert: „Es sollten alle zwölf Mannschaften der Bundesliga auf professionellem Niveau trainieren können.” Viele Spielerinnen arbeiten neben dem Fußball 40 Stunden pro Woche, „auch der Rückhalt vom Verein ist nicht überall gleich stark. Das sind Faktoren, die dafür sorgen, dass der Wettbewerb nicht ausgeglichen ist.” (aw/sid)

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