Ehemaliger Norwich City-Trainer Daniel Farke
  • Muss Norwich City trotz des ersten Saisonsiegs verlassen: Trainer Daniel Farke
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Trotz Sieg: Premier League-Klub entlässt deutschen Aufstiegstrainer

Daniel Farke ist seinen Job los, denn Norwich City steht seit Monaten ganz unten in der Premier League – und doch sorgt die Entlassung für Erstaunen.

Gary Lineker braucht selten viele Worte, um die Dinge auf den Punkt zu bringen. Und auch am Samstagabend war die englische Fußball-Ikone schnell dabei, als man auf der Insel noch über diese Entlassung staunte: Daniel Farke war plötzlich seinen Job los.

Der deutsche Teammanager stand mit Norwich City am Tabellenende der Premier League, ein branchenüblicher Vorgang also – allerdings hatte Farke das Team keine drei Stunden zuvor zum ersten Saisonsieg gecoacht.

„Anfängerfehler“: Lineker scherzt über Farke-Entlassung

Also? Man sollte „niemals ein Spiel gewinnen“, schloss Lineker und schickte seine Gedanken via Twitter um die Welt, das sei ein „Anfängerfehler“. Die Anmerkung wurde zum Internet-Hit, die Verantwortlichen bei Norwich hatten sich aber wohl doch eingehendere Gedanken gemacht, bevor sie die Entscheidung fällten. Der Erfolg bei Mitaufsteiger FC Brentford (2:1) spielte keine Rolle mehr. 


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„Es war nicht einfach“, sagte Sportdirektor Stuart Webber: „Wir denken jedoch, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Veränderung ist, um die besten Voraussetzungen zu haben und in der Premier League zu bleiben.“

Denn mit Abstiegen kennt man sich bei Norwich mittlerweile ebenso gut aus wie mit Aufstiegen. Farke war 2017 von Borussia Dortmunds Reserve gekommen, 2019 führte er die Canaries in die Premier League. Ein Jahr später folgte der direkte Wiederabstieg, im vergangenen Sommer ging es aber gleich wieder hoch – mit dem Klubrekord von 97 Punkten. Farke schien bis auf Weiteres gesetzt, schließlich bieten sich beim Verein aus dem Osten Englands unterdurchschnittliche finanzielle Möglichkeiten.

„Für immer dankbar“: Webber würdigt Farkes Leistungen für Norwich

„Der gesamte Klub sollte Daniel und seinem Stab für immer dankbar sein“, sagte Webber daher, Farke habe Norwich „unvergessliche Momente“ auf „unserer Reise“ beschert. Die Regeln des Profifußballs konnte er dann aber doch nicht aushebeln. Nur fünf Treffer in elf Spielen, dazu 26 Gegentore und ein deutlicher Rückstand zu den Nicht-Abstiegsplätzen, all das sprach gegen Farke. Da halfen auch die vergangenen Erfolge nicht.

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Fußball sei „ein einfaches Spiel“, und „am Ende gewinnen immer die Deutschen“, so heißt es in Linekers wohl berühmtester Wortmeldung. In Norwich durfte der Deutsche am Ende immerhin noch einmal gewinnen – geholfen hat es ihm nicht mehr. (aw/sid)

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