• Während eines Fußballspiels im indonesischen Malang kam es am 1. Oktober zu einer Massenpanik.
  • Foto: imago/Xinhua

Trotz Stadion-Katastrophe: Darum hält Infantino an U20-WM in Indonesien fest

Trotz der Massenpanik in einem Stadion mit mehr als 130 Toten soll Indonesien wie geplant die U20-Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr ausrichten. Dafür brauche man zehn hochmoderne Stadien sowie reibungslose und nahtlose Betriebsabläufe, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino am Dienstag nach einem Treffen mit dem indonesischen Regierungschef Joko Widodo in Jakarta.

Die U20-Weltmeisterschaft soll vom 20. Mai bis zum 11. Juni 2023 stattfinden. Das Turnier sollte eigentlich 2021 ausgetragen werden, wurde aber wegen der Corona-Pandemie verschoben.


MOPO

Was ist in dieser Woche im Volkspark passiert? Jeden Freitag liefert Ihnen die Rautenpost Analysen, Updates und Transfer-Gerüchte – pünktlich zum Wochenende alle aktuellen HSV-News der Woche kurz zusammengefasst und direkt per Mail in Ihrem Postfach. Hier klicken und kostenlos abonnieren.


Im Kanjuruhan-Stadion der Stadt Malang war es Anfang Oktober nach dem Erstligaspiel zwischen Arema FC und Persebaya FC zu einer Massenpanik gekommen, als Fans auf das Feld stürmten und die Polizei gewaltsam und unter massivem Tränengaseinsatz gegen sie vorging. Mehr als 130 Menschen – darunter 37 Kinder – starben, als Tausende versuchten, die Notausgänge zu erreichen. Hunderte Zuschauer wurden zudem verletzt.

FIFA will für Reformen sorgen

Infantino kündigte an, der Fußball-Weltverband wolle ein Büro in dem südostasiatischen Land einrichten. Dies solle die Bemühungen um Änderungen im indonesischen Fußball nach dem Vorfall beaufsichtigen. Die Reformen würden sich auf den Betrieb der Stadien, das Verhalten der Fans und die Infrastruktur konzentrieren, sagte er weiter.

Das könnte Sie auch interessieren: „Jeder” bei der Katar-WM willkommen: Wirklich, Herr Infantino?

Eine unabhängige Untersuchungskommission war zu dem Schluss gekommen, dass das von der Polizei eingesetzte Tränengas für die Massenpanik verantwortlich war. In ihrem am Freitag vorgestellten Bericht forderte sie strafrechtliche Ermittlungen zum Vorgehen der Sicherheitskräfte. Nach Angaben der Polizei wurden bislang sechs Menschen wegen krimineller Fahrlässigkeit angeklagt. (dpa/dhe)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp