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Die Schwedinnen Nathalie Björn (l.) und Lina Hurtig (r.) jubeln nach dem Viertelfinaleinzug
  • Dann durften sie endlich jubeln: Die Schwedinnen stehen nach dem Elfmetersieg über die USA im WM-Viertelfinale.
  • Foto: Imago/Bildbryan

Schweden gewinnt Elferschießen dank Torlinientechnik und sorgt für US-Debakel

Historische Pleite für die Fußball-Frauen der USA: Der große Favorit und Titelverteidiger ist nach dem Beinahe-Aus in der Vorrunde bereits im Achtelfinale der WM spektakulär an Schweden gescheitert, genau genommen an der Torhüterin der Skandinavierinnen und seiner eigenen Abschlussschwäche. Zecira Musovic raubte mit geradezu unfassbaren Paraden den Amerikanerinnen in 120 torlosen Minuten den Nerv, beim 4:5 im Elfmeterschießen scheiterten sie dann an sich selbst.

Beim Duell vom Punkt spielten mehrere Dramen ab. Zunächst vergab Sophia Smith nach zwei Fehlschüssen der Schwedinnen einen Matchball zum Sieg. Kurz danach traf Kelly O’Hara nur den Pfosten. Den schließlich entscheidenden Schuss von Lina Hurtig wehrte US-Torhüterin Alyssa Naeher erst ab, als der Ball die Linie um Millimeter überschritten hatte – erst nach Videobeweis jubelten die Schwedinnen.

Historisches WM-Aus für die USA

Für die USA ist das vorzeitige Ausscheiden ein Desaster. Viermal waren sie Olympiasieger, viermal Weltmeister, bei den bislang acht Endrunden hatten sie immer mindestens Platz drei belegt. Weil sie trotz einer Fülle an besten Chancen aber nicht an Musovic vorbeikamen, spielt nun der Olympiazweite Schweden am Freitag in Auckland gegen die bislang überzeugenden Japanerinnen.

Dass die USA überhaupt noch vom Titel reden konnten, hatten sie einem Pfosten im Eden Park von Auckland zu verdanken. Dorthin flog der Ball in der Nachspielzeit beim 0:0 im letzten Gruppenspiel gegen Portugal – bei einer Niederlage wäre der Favorit schon da draußen gewesen. Zuvor hatte es ein wenig überzeugendes 3:0 gehen Vietnam und ein 0:0 gegen die Niederlande gegeben.

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Keeperin Zecira Musovic mit einer Weltklasse-Leistung

Als wollten sie alle Kritiker eines Besseren belehren, bestürmten die US-Frauen von Beginn an das schwedische Tor – und scheiterten dabei immer wieder an Musovic. Die 27-Jährige vom FC Chelsea zeigte ein Weltklasse-Leistung, herausragend reagierte sie vor allem bei den Großchancen von Lindsey Horan (35./53.), Alex Morgan (89./96.) und Lynn Williams (102.).

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Die Schwedinnen, die die Vorrunde überzeugend mit drei Siegen abgeschlossen hatten, mussten sich bei Musovic bedanken, dass ihnen ein Debakel erspart blieb. Erst nach einer guten Stunden kamen die Skandinavierinnen ein wenig besser ins Spiel. Es dauert freilich bis zur 85. Minute, ehe die eingewechselte Sofia Jakobsson den ersten Schuss auf das Tor der USA abgab. (sid/fs).

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