Xavi Hernandez, Trainer vom FC Barcelona
  • Neu-Trainer Xavi konnte das frühe Aus in der Champions League nicht verhindern.
  • Foto: imago/Sven Simon

„Ab in die Hölle“: Derbe Kritik an Xavi und Barcelona nach Bayern-Pleite

Der Champions-League-K.o. des FC Barcelona hat auch den neuen Trainer Xavi Hernández schwer getroffen. „Es tut weh. Es ist eine harte, sehr traurige Situation“, sagte der 41-Jährige nach dem 0:3 der Katalanen zum Abschluss der Gruppenphase am Mittwochabend beim FC Bayern München.

Der einstige Weltklassefußballer beschönigte nichts. „Bayern ist ein besseres Team als wir jetzt gerade. Das ist die harte Wahrheit“, sagte Xavi in der Pressekonferenz nach dem Spiel in der zuschauerlosen Münchner Arena.

Medienschelte für Barcelona nach Bayern-Pleite

Noch härter kritisierte die spanische Presse den Auftritt. Am deutlichsten beschrieb wohl „AS“ die Lage des einstigen Vorbild-Vereins: „Ab in die Hölle“. Auf Seite eins des Konkurrenzblattes „Marca“ war am Donnerstag die riesengroße Seite-eins-Schlagzeile „Der Untergang“ an den Kiosken nicht zu übersehen.

Auch die katalanischen Blätter wollten nichts schönreden. „Barça hat den absoluten Tiefpunkt erreicht“, analysierte „Sport“, und „Mundo Deportivo“ sprach von der „Chronik eines angekündigten Todes“ und von einer Stimmung „unter null“.

FC Barcelona scheiterte ohne Lionel Messi in Gruppenphase der Champions League

Das hoch verschuldete Barça scheiterte in Jahr eins nach dem Wechsel von Topstar Lionel Messi zu Paris Saint-Germain erstmals nach 21 Jahren wieder in der Gruppenphase der Königsklasse. Im neuen Jahr muss der spanische Verein als Gruppendritter hinter dem FC Bayern und Benfica Lissabon in der Europa League weiterspielen. „Wir sind in der Europa League, das müssen wir durchziehen“, sagte Xavi.


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„Wir fühlen uns machtlos“, sagte Xavi zur schwierigen Situation in der Gegenwart. Seine Ansprüche für die Zukunft seien aber andere: „Wir müssen versuchen, den Verein wieder dahin zu führen, wo er hingehört.“ Das ist für die Vereinsikone Europas Spitze und die Champions League. „Ich habe gehofft, dass wir anders auftreten“, sagte er zur Leistung in München. „Es müssen Sachen geändert werden.“

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Ohne weitere hohe Millionen-Einnahmen in der K.o.-Phase der Königsklasse dürfte das jedoch sehr schwer werden, wie auch Bayern-Coach Julian Nagelsmann anmerkte. Es sei nicht so einfach, über eine Milliarde Euro Schulden im Tagesgeschäft auszublenden. „Der FC Barcelona ist immer noch einer der größten Klubs. Ich wünsche mir als Fußballfan, dass der FC Barcelona bald wieder der glorreiche Klub ist“, sagte der 34 Jahre alte Nagelsmann. (aw/dpa/sid)

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