Greuther Fürth Bundesliga
  • Bittere Ausbeute: Nach elf Spieltagen steht erst ein Zähler auf dem Konto der Fürther.
  • Foto: imago/Zink

Schlechter als Tasmania? Diese Minusrekorde könnte Fürth knacken

Die SpVgg Greuther Fürth rangiert aktuell auf dem letzten Platz der ersten Bundesliga und jagt damit Rekorde, auf die wohl niemand im und um den Verein besonders scharf ist.

Nach elf Spieltagen hat Fürth erst einen Punkt auf dem Konto und eine Tordifferenz von minus 21. Der Abstand auf den Tabellen-17. Arminia Bielefeld – gegen die sie übrigens ihr einziges Remis erlangen konnten – beträgt bereits sieben Punkte, der auf den rettenden 15. Platz noch zwei Punkte mehr.

„Unerklärbar“: Trainer Leitl resümiert nach Niederlage gegen Eintracht Frankfurt

Mit dieser Bilanz überholten sie jüngst den bisherigen Minusrekordhalter, den 1. FC Saarbrücken, denen es am elften Spieltag 1963/64 schließlich gelang, einen zweiten Punkt zu holen. Greuther Fürth hat diese Saison also den schlechtesten Start in der Geschichte der Bundesliga hingelegt – von einem Aufwärtstrend keine Spur. Selbst Tasmania Berlin, die als schlechtester Bundesligaverein aller Zeiten gelten, hatten zu diesem Zeitpunkt der Saison bereits vier Punkte durch einen Sieg und ein Unentschieden eingefahren.

Für Trainer Stefan Leitl eine niederschmetternde Situation. Nach der Niederlage am Wochenende gegen Eintracht Frankfurt sagte er: „Es ist für mich nicht erklärbar. Ich glaube schon, dass wir deutlich mehr Punkte haben müssten als diesen einen.“


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Bis heute hält Tasmania aus der einzigen Bundesligasaison der Vereinsgeschichte 1965/66 einige ungebrochene Rekorde. Einer dieser steht für Fürth in greifbarer Nähe: zehn Mal in Folge verlor Berlin damals, der 1. FC Nürnberg (1983/84) und Arminia Bielefeld (1999/2000) zogen mit ihnen gleich. Greuther Fürth hat nun neun Niederlagen in Folge kassiert – gut möglich, dass der Rekord in den kommenden zwei Spielen geknackt wird, zumal mit Borussia Mönchengladbach und der TSG Hoffenheim keine einfachen Gegner vor der Tür stehen.

Weitere Tasmania-Rekorde erreichbar – Julian Green glaubt trotzdem an Klassenerhalt

Auch andere Rekorde sind für die Spielvereinigung durchaus noch erreichbar. Beispielsweise lediglich zwei Partien in einer Saison zu gewinnen oder 29 Pleiten einzufahren. Auch die Gesamtbilanz Tasmanias mit nur zwei Siegen und vier Unentschieden wirkt aus momentaner Sicht nicht unrealistisch für Fürth. Einzig die 108 Gegentore drohen dem Kleeblatt wohl nicht – aktuell haben sie 29 verbuchen müssen.

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Trotz allem, was gegen Fürths Klassenerhalt spricht, will Mittelfeldakteur Julian Green die Hoffnung nicht aufgeben: „99 Prozent haben uns wahrscheinlich abgeschrieben, aber wir glauben immer noch dran“, erklärte er nach der jüngsten Niederlage.

Wenigstens ein kleiner Hoffnungsschimmer existiert: Bald steht die Winterpause vor der Tür und damit haben alle ein wenig Zeit, Schlüsse zu ziehen und mit neuer Energie zurück in den Ligabetrieb zu finden.

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