Marc Hensel, Trainer vom FC Erzgebirge Aue
  • Marc Hensel wird in der Partie gegen Werder Bremen nicht an der Seitenlinie stehen dürfen.
  • Foto: picture alliance

Premiere: Deshalb muss Aues Trainer auf der Tribüne sitzen

Das hat es diese Saison noch nicht gegeben: Am Wochenende muss Marc Hensel, Trainer vom FC Erzgebirge Aue, auf der Tribüne Platz nehmen. Grund dafür ist eine Gelbsperre.

Bereits vier Gelbe Karten sah Hensel in der laufenden Saison, jüngst regte er sich bei der 2:1-Niederlage gegen den SV Darmstadt zu sehr über die Leistung des Schiedsrichters auf. „Ich bin bestimmt kein schlechter Verlierer, aber wie mit dem Eifer und dem Engagement meiner Mannschaft umgegangen wird, das ist nicht immer korrekt“, erklärte der 35-Jährige. Damit ist er der erste Trainer in der aktuellen Saison 2021/22, der aufgrund einer Gelbsperre auf die Tribüne verbannt wird.

Pavel Dotchev vertritt Marc Hensel gegen Werder Bremen

Eine halbe Stunde vor Anpfiff der Partie bei Werder Bremen am Freitag (18.30/Sky) muss Hensel den Innenraum des Wohninvest Weserstadions verlassen und darf auch über andere Wege wie Handy oder Headset keinen Kontakt zu seinem Team haben. „Das werde ich selbstverständlich respektieren“, sagte Hensel.


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An der Seitenlinie vertreten wird er von Sportdirektor Pavel Dotchev, welcher „auch die Halbzeitansprache halten wird“, so Hensel.

Erzgebirge Aue könnte sich von Abstiegsplätzen entfernen

Kontakt zu Dotchev darf Hensel auch während der Partie haben, mit welchem er sich „während des Spiels permanent austauschen“ will.

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Mit 14 Punkten steht Aue aktuell auf Tabellenplatz 15 – punktgleich mit Hannover 96 auf dem Relegationsplatz. Mit einem Sieg gegen den Tabellen-Zehnten aus Bremen würde das Team dringend notwendige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt verbuchen. Trotz des zuletzt eingesetzten Formhochs der Kicker aus dem Erzgebirge (drei Siege und ein Remis aus sechs Spielen) fahren sie als Außenseiter zum Absteiger an die Weser.

Die turbulenten Wochen, die hinter Werder Bremen liegen, sieht Marc Hensel nicht zwingend als Schwäche und bezeichnet den kommenden Gegner als „unberechenbare Sache“ und als „tollen Gegner mit einen tollen Stadion“. „Wir hoffen, dass vielleicht noch nicht alles eingespielt ist“, gab Hensel zu. „Dann werden wir versuchen, die ein bis zwei Prozent, die eventuell – wenn überhaupt – noch fehlen, unter allen Umständen zu nutzen.“ Bleibt abzuwarten, wie sich die Abwesenheit des Trainers auf seine Mannschaft auswirkt.

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