Roger Schmidt an der Seitenlinie
Roger Schmidt an der Seitenlinie
  • Benfica-Coach Roger Schmidt kann die Transfer-Strategie des FC Chelsea nicht verstehen.
  • Foto: imago/GlobalImagens

„Respektlos!“ Deutscher Trainer attackiert Chelsea wegen Transfer-Strategie

Seit Tagen kursieren in den Medien Gerüchte um den 21 Jahre alten Enzo Fernández und den FC Chelsea. Das Vorgehen der Londoner gefällt Fernández’ derzeitigem Trainer Roger Schmidt gar nicht. Der Coach von Benfica Lissabon findet deutliche Worte – und wirft Chelsea Respektlosigkeit vor.

„Sie machen den Spieler verrückt, täuschen vor, dass sie die Klausel zahlen können und später wollen sie verhandeln. Das ist nicht das, was ich unter einer guten Beziehung zwischen Vereinen, die über einen Spieler sprechen, verstehe“ erklärte der 55-jährige Deutsche bei einer Pressekonferenz.

Chelsea müsste 120 Millionen für Enzo Fernandes zahlen

Enzo Fernández, dessen Vertrag noch bis 2027 läuft, könnte Benfica für eine Ablöse von 120 Millionen verlassen, doch der Wunschspieler der „Blues“ würde den Klub durch diese Summe in Bedrängnis bringen. Denn sollte Chelsea die Klausel ziehen, müsste man durch das Financial Fairplay wohl mit Strafen rechnen.


MOPO

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„Sie haben versucht, den Spieler zu bekommen, aber sie wissen, dass sie ihn nur bekommen, wenn sie die Klausel zahlen. Die Situation ist einfach“ erklärte Ex-Bayer-Trainer Schmidt empört.

Chelseas Verhalten sei deshalb „respektlos“ und er könne das „nicht akzeptieren“. Zudem wolle weder der Vereinspräsident noch er als Trainer den WM-Star verkaufen. Mit Chelsea seien die Verhandlungen nach einem Treffen am Mittwoch daher auch abgebrochen worden. Roger Schmidt räumt jedoch ein: „Wenn der Spieler gehen will und ein Verein kommt, der die Klausel zahlt, dann können wir dagegen nichts machen.“

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Dass Enzo Fernández nur auf solch einen Verein wartet, um Benfica verlassen zu können, sollte dem Klub aus der portugiesischen Hauptstadt durchaus klar sein. Spätestens nachdem der WM-Shootingstar das Training schwänzte, um über Silvester in der argentinischen Heimat ausgelassen feiern zu können und erst am 3. Januar wieder bei seinem Verein auftauchte, verloren sogar die eigenen Anhänger den Glauben an einen Verbleib des 21-Jährigen.

Durch sein unentschuldigtes Fehlen verlor Fernández aber nicht nur die Sympathien der Fans, die seinen Neujahrsgruß bei Instagram mit Aussagen wie „Nimm die Millionen und fahr’ zur Hölle“ kommentierten, sondern auch das Wohlwollen seines Trainers Roger Schmidt. Der Benfica-Coach warf den 21-Jährigen kurzerhand aus dem Kader für das Liga-Spiel gegen Portimonense (Benfica gewann 1:0) und kündigte weitere Konsequenzen an.

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