Florian Wirtz (l.) darf mit Vorlagengeber Jeremie Frimpong über seinen Treffer zum 1:0 gegen Mainz jubeln
  • Florian Wirtz (l.) darf mit Vorlagengeber Jeremie Frimpong über seinen Treffer zum 1:0 gegen Mainz jubeln.
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Bayer-Bubi Wirtz (18) toppt sogar Podolski – Bier als Belohnung

Bayer Leverkusen hat sich dank Rekordjäger Florian Wirtz in der Bundesliga-Spitzengruppe festgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane stoppte aufgrund des Treffers des 18 Jahre alten Jungstars (62.) im Verfolgerduell den Lauf der Überraschungsmannschaft FSV Mainz 05 und siegte mit 1:0 (0:0).

U21-Europameister Wirtz avancierte mit seinem Tor zum jüngsten Bundesligaspieler mit zehn Treffern, damit löste er Köln-Urgestein Lukas Podolski ab. Durch den vierten Sieg im sechsten Saisonspiel verbesserte sich die Werkself vorübergehend auf Platz zwei. Für Mainz, das zuvor sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen geholt hatte, war es die zweite Niederlage.

„Er bricht gefühlt jede Woche einen Rekord. Aber es ist wichtig, dass er am Boden bleibt“, sagte Bayer-Kapitän Lukas Hradecky nach der Partie über den Rekord-Teenager. „Er ist ein guter Junge und wir sind froh, dass er bei uns spielt“, lobte der Finne. Den Rekord möchte er mit Wirtz feiern: „Vielleicht trinkt er heute ein Bier mit mir. Er ist schließlich schon 18, er darf das“, sagte Hradecky schmunzelnd.

Rekord-Teenager Florian Wirtz beschert Leverkusen Heimsieg gegen Mainz

Seoane musste einzig den nach seiner Roten Karte für drei Spiele gesperrten Robert Andrich durch Kerem Demirbay im Mittelfeld ersetzen. Mainz-Coach Bo Svensson fehlte aufgrund eines positiven Coronatests kurzfristig Alexander Hack. Für den vollständig geimpften Innenverteidiger, der sich nach dem Ergebnis am Freitag in Quarantäne befindet, rückte Daniel Brosinski in die Startelf. Zusätzlich kam Onisiwo für den am Knie verletzten Szalai rein.


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Beide Mannschaften suchten vor 16.624 Zuschauern in der BayArena in der Anfangsphase den Weg nach vorne. Gefährlich wurden die Mainzer. Erst war Bayer-Keeper Lukas Hradecky gegen Dominik Kohr zur Stelle (11.), dann eine Minute später bei einem Kopfball von Stefan Bell nach einer Ecke.

Es entwickelte sich ein Duell mit Übergewicht für Mainz. Deshalb nutzte Seoane nach rund 20 Minuten eine kurze Unterbrechung und versorgte Demirbay und Karim Bellarabi mit neuen taktischen Anweisungen. Die nächste Chance hatte trotzdem Mainz. Der auf der linken Seite oft angespielte und auffällige Jonathan Burkardt verzog jedoch freistehend.

Bundesliga: Mainz verschläft den Wiederanpfiff gegen Leverkusen

„Die nach Bayern die zweit- oder drittschwierigste Aufgabe, die es in der Bundesliga momentan gibt“ (Svensson) löste Mainz bis zu diesem Zeitpunkt exzellent, vor allem defensiv. Erst im Gegenzug erspielte sich Leverkusen die erste Chance, die direkt in einem Tor resultierte. Schiedsrichter Bastian Dankert entschied zu Recht wegen einer Abseitsstellung des tschechischen Nationalstürmers Patrik Schick auf Abseits. Zuvor hatte Jeremie Frimpong den Pfosten getroffen.

Leverkusen wurde erst in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit offensiv griffiger. Erst schoss Wirtz knapp vorbei (33.), dann scheiterte Mitchel Bakker mit einem Distanzschuss an Mainz-Torhüter Robin Zentner (37.).

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Die erhöhte Schlagzahl nahmen die Rheinländer mit in die zweiten Halbzeit. Moussa Diaby (51.) und Bellarabi (53.) scheiterten mit besten Chancen am glänzend aufgelegten Zentner. Dann stand der formstarke Wirtz bei seinem vierten Saisontreffer goldrichtig und schob überlegt ins lange Eck ein. „Wir hatten nach der Halbzeit 20 Minuten nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten“, resümierte der Mainzer Dominik Kohr die Phase ums Gegentor herum.

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