Oliver Leki ist noch in Freiburg aktiv
Oliver Leki ist noch in Freiburg aktiv
  • Oliver Leki - einer der beiden Nachfolger der mächtigsten Frau im deutschen Fußball?
  • Foto: imago/Sportfoto Rudel

Putsch-Plan steht: DFL-Chefin soll gehen – Nachfolge-Duo steht bereit

Am Mittwoch wird über die Ablösung von DFL-Chefin Donata Hopfen entschieden. Schon vorher stehen die Interims-Nachfolger parat. Der „Putsch“ ist bereits bis ins kleinste Detail vorbereitet.

Erst entziehen Hans-Joachim Watzke und die anderen fünf Aufsichtsräte der DFL-Chefin Donata Hopfen am Mittwoch das Vertrauen. Dann werden Axel Hellmann (Eintracht Frankfurt) und Oliver Leki (SC Freiburg) von ihren Klubs freigestellt, um den Profiverband interimsweise zu führen. Bis zum kommenden Sommer soll dann die Nachfolge geregelt sein.

DFL: Hellmann und Leki sollen übernehmen

Dass der Fahrplan zur Amtsenthebung Hopfens und zur Neuordnung an der Spitze der DFL derart konkret durchgesickert ist, lässt kaum noch Zweifel am Ablauf. Der Aufsichtsrat mit seinem Vorsitzenden Watzke (Borussia Dortmund) und Stellvertrete Leki hat sich mehrheitlich dafür entschieden, die Reset-Taste zu drücken.

Der Freiburger Finanzvorstand Leki (49) und der Frankfurter Vorstandssprecher Hellmann (51), der bereits im DFL-Präsidium sitzt, sollen den Karren aus dem Dreck ziehen. Für beide Funktionäre spricht ihre erfolgreiche Vereinsarbeit. Sowohl der Sport-Club wie auch die Eintracht stehen für sportlichen Erfolg und solides Wirtschaften.


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Leki und Hellmann müssen die Probleme angehen, an denen Hopfen offensichtlich gescheitert ist. Die 46-Jährige kam bei zahlreichen Baustellen wie der 50+1-Regel, der Digitalisierung, dem Einstieg eines Investors, der Auslandsvermarktung, dem neuen Grundlagenvertrag mit dem DFB und der kommenden Ausschreibung der Medienrechte nach Ansicht ihrer Kritiker bei den 36 Profiklubs nicht entscheidend voran.

DFL: Üppige Abfindung für Hopfen

Sollte Hopfen trotz eines Vertrags bis Ende 2024 ihren Posten verlieren, würde sie zum Missverständnis abgestempelt. Erst am 1. Januar hatte sie das Amt von Christian Seifert übernommen. Während Seifert fast 17 Jahre im Amt war, würde die frühere Medienmanagerin nicht einmal zwölf Monate voll bekommen. Den Titel der mächtigsten Frau im deutschen Fußball müsste die DFB-Vizepräsidentin gegen eine üppige Abfindung eintauschen.

Grundsätzlich ist die bevorstehende Trennung von Hopfen nachvollziehbar – auch wenn sie ein Rückschlag für die Bewegung hin zu mehr weiblichen Führungskräften im Fußball wäre. Hopfen galt bereits früh als Fehlbesetzung. Sie konnte weder intern noch öffentlich überzeugen, die Fragezeichen hinter ihrer Kompetenz wurden zunehmend größer.

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Nun sollen Leki und Hellmann zeigen, dass sie es besser können. Sollte ihnen das gelingen, könnte sich die Doppelspitze mit klar abgesteckten Arbeitsbereichen auch als langfristiges Modell etablieren. Ohnehin war angedacht, dass nach der Ära des „Alleinherrschers“ Seifert die Aufgaben wieder auf mehrere Schultern verteilt werden. Genug Arbeit gäbe es. (sid as jl/nswz)

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