Nachdem zwölf Topklubs am Montag noch die Gründung der Super League bekannt gaben, sind am Mittwoch schon wieder sechs ausgetreten. Juve-Boss Agnelli muss sich nun das Scheitern des Projekts eingestehen.
  • Nachdem zwölf Topklubs am Montag noch die Gründung der Super League bekannt gaben, sind am Mittwoch schon wieder sechs ausgetreten. Juve-Boss Agnelli muss sich nun das Scheitern des Projekts eingestehen.
  • Foto: imago images/LaPresse

Offiziell!: Super League gescheitert – Juve-Boss trauert um „schönsten Wettbewerb“

Er glaubte noch weiter an das Projekt der Super League, doch nun muss auch der Präsident des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin sich eingestehen: Das Projekt ist gescheitert! Die Liga begraben!

Die viel diskutierte Super League wird es also nicht geben. Die französische Nachrichtenagentur AFP hatte dies aus dem Umfeld von Hauptinitiator Andrea Agnelli erfahren. Demnach werden die Pläne für die neue Eliteliga im europäischen Fußball nach dem Rückzug der sechs englischen Teams verworfen.

Super League: Nach Rückzieher von englischen Klubs Projekt gescheitert

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin öffnete den Vereinen bereits die Tür für die Rückkehr in die Wettbewerbe der Europäischen Fußball-Union.

Die englischen Topklubs FC Liverpool, Manchester City, Manchester United, Tottenham Hotspur, der FC Arsenal und der FC Chelsea hatten sich am Dienstagabend von den Plänen distanziert.

So waren als Teilnehmer der Super League nur noch Real Madrid, der FC Barcelona, Atletico Madrid, Juventus Turin, Inter Mailand und der AC Mailand übrig geblieben.

Das könnte Sie auch interessieren: Anwalt: „Christoph Metzelder war über sich selbst erschrocken“

„Zwischen unseren Klubs gibt es eine Blutsbrüderschaft, wir machen weiter“, sagte Andrea Agnelli noch im Interview  mit der Zeitung „La Repubblica“. Die Möglichkeit auf einen Erfolg des Projekts bestehe zu 100 Prozent. Scheinbar doch nicht!

Agnelli glaubte an die Super League

Agnelli hatte die Super League zuletzt noch gegen den Vorwurf, ein elitäres Projekt zu sein, verteidigt. Man wolle den schönsten Wettbewerb der Welt damit erschaffen, die Verteilung von Mitteln an die Klubs erhöhen und jedes Jahr fünf Plätze für andere offen lassen, die im Austausch mit den Fußballinstitutionen festgelegt werden.

Nach den immer größer werdenden Protesten von Fans der englischen Vereine entschlossen sich diese nun jedoch, sich aus dem Projekt zurückzuziehen, was nun wohl den Untergang der Liga bedeutet.

Das könnte Sie auch interessieren: Super League: Spieler-Sperre juristisch unzulässig

In der Nacht zu Montag hatten zwölf Top-Klubs aus England, Spanien und Italien bekanntgegeben, zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Super League gründen zu wollen. Nach nur zwei Tagen und noch nichtmal 48 Stunden können Fußballfans also wieder aufatmen und sich von dem „schönsten Wettbewerb der Welt“ wieder verabschieden. (sid/abin)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp