Dahoud entschuldigt sich für Platzverweis
  • Schiedsrichter Deniz Aytekin (rechts) schickte Mahmoud Dahoud noch in der erste Hälfte unter die Dusche.
  • Foto: imago/Team 2

Nach heftiger Kritik von Hummels: So reagiert Rot-Sünder Dahoud

Für BVB-Akteur Mahmoud Dahoud war das Widersehen mit Ex-Klub Borussia Mönchengladbach ein Albtraum. Noch in der ersten Hälfte des Topspiels schickte Schiedsrichter Deniz Aytekin den Nationalspieler mit Gelb-Rot vom Platz. Vor allem das Abwinken des 25-Jährigen war für den Referee entscheidender Faktor für den Platzverweis.

„Das ist einfach ein sehr unschönes Bild für den Fußball. Wir haben auch ein Mindestmaß an Respekt verdient“, erklärte der Unparteiische nach dem Borussen-Derby über die mögliche spielentscheidende Szene. Auch Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Kinhöfer verteidigte Aytekin und fällte gegenüber den Fußballprofis ein vernichtendes Urteil.

Nach Gelb-Roter Karte: Dahoud entschuldigt sich für Verhalten

Dahouds Unsportlichkeit war ein Bärendienst für seine Mannschaft – und obendrein völlig unnötig, wie Teamkollege und Kapitän Hummels erklärte: „Ich denke, Mo weiß, dass er da große Scheiße gebaut hat. Ich hoffe, er weiß, dass das nie wieder vorkommen darf.“

Die Kritik an den Mittelfeldspieler war wohl Grund genug, sich via Instagram für sein Verhalten im Borussen Derby zu entschuldigen. „Enttäuscht über den heutigen Ausgang des Spiels und vor allem über meinen Platzverweis. In Unterzahl war es schwer für uns, nochmal zurückzukommen. Sorry an das Team und die Fans! Mir ist ein respektvoller Umgang auf und neben dem Platz wichtig.“

Er ergänzte: „Jetzt muss sich unser Blick nach vorne richten. Wir wollen schon am Dienstag die richtige Reaktion zeigen.“ Am Dienstag empfängt der BVB am zweiten Spieltag der Champions League-Gruppenphase Sporting Lissabon (21 Uhr/Amazon Prime Video).

Watzke mit knallharter Kritik an Aytekin: „Wie so ein Kapellmeister“

Nicht einmal 24 Stunden nach der bitteren 0:1-Pleite gegen Gladbach nahm auch BVB-Boss Hans-Joachim Watzke im „Doppelpass“ auf Sport1. „Die Hauptschuld hat natürlich Dahoud, da müssen wir nicht drüber reden. Er reklamiert da ein bisschen zu deutlich“, erklärte Watzke.


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Allerdings vermisste er Fingerspitzengefühl und kritisierte die Körpersprache des Schiedsrichters. „Gräfe wäre jetzt hingegangen und hätte ihm die Hand auf die Schulter gelegt und gesagt: ‚Halt jetzt die Klappe!“, und ergänzte: „Diese Gestik und Mimik bringt zusätzlich Hektik rein“.

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Als Beispiel nannte Watzke die Gelbe Karte an Lars Stindl: „Der machte drei Fouls, bis er auch mal Gelb kriegte, und dann stellt er (Aytekin, Anm. d. Red.) sich da hin und macht: Eins, zwei, drei! Wie so ein Kapellmeister. Das ist nicht, wie ich mir einen Schiedsrichter wünsche.“ Kritik gab es auch von Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg: „Für mich ist die Gelb-Rote-Karte zu hart. Das hätte man anders lösen müssen in so einem aufgelösten Duell.“

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