Salut-Jubel von Torschütze Ermedin Demirovic und Lucas Höler
  • Torschütze Ermedin Demirovic und Lucas Höler feiern das Freiburger-Tor mit einem Salut-Jubel, der gerade in diesen Tagen unpassend scheint.
  • Foto: imago/Jan Huebner

Militär-Gruß beim 1:0: Freiburger Jubel sorgt für Wirbel

Trainer Christian Streich will nach dem Salut-Jubel von Torschütze Ermedin Demirovic und Lucas Höler beim 1:1 (0:1) am Samstag in der Fußball-Bundesliga bei RB Leipzig noch einmal das Gespräch mit den Profis suchen.

Die Szene nach dem Tor in der 38. Minute, als Demirovic in Richtung Eckfahne zu Höler lief und beide salutierten, habe Streich aber nicht direkt gesehen.

Freiburger Jubel gegen Leipzig sorgt für Aufreger – Streich reagiert

„Natürlich denken sie nicht an das Militär, wenn sie so etwas machen“, sagte Streich nach der Partie während der Pressekonferenz auch vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine. „Aber ich muss es mir natürlich anschauen und dann sprechen wir darüber.“

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Torschütze Ermedin Demirovic entschuldigte sich nun nachträglich: „Im Nachhinein tut uns das auf jeden Fall leid. Wir haben nicht nachgedacht“, sagte der Stürmer am Sonntag in einem Klubvideo: „Wir machen das schon einige Zeit – auch schon lange vor dem Krieg“, sagte der 23-Jährige.

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Nur drei Tage nach dem Last-Minute-Erfolg im 120-minütigen Pokalkrimi in Bochum war die Partie kräftezehrend und anstrengend für die Freiburger, die vor 24.758 Zuschauern durch Ermedin Demirovic (38. Minute) in Führung gingen. Angeliño traf in der 90. Minute zum Ausgleich.

RB Leipzig und SC Freiburg trennen sich mit 1:1

„Nach dem Spiel in Bochum, wo wir voll an die Kante gegangen sind, hat die Mannschaft von der Energie und von der Haltung her ein außergewöhnliches Spiel gemacht“, sagte Streich nach der Partie der beiden Pokal-Halbfinalisten und betonte: „In der zweiten Halbzeit haben wir wenig zugelassen von Leipzig, für die Qualität, die sie haben.“

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Verschmerzen konnte Streich, dass seine Spieler nur vier Mal einen Versuch auf das Tor abgaben – Tiefstwert für Freiburg in dieser Saison. Immerhin verbuchte sein Team mit 41 Punkten nach 25 Spielen die zweitbeste Bundesliga-Bilanz. Nur in der Saison 1994/1995, als der Sport-Club am Ende Platz drei belegte, waren es zu diesem Zeitpunkt mit 49 Zählern mehr.


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RB-Trainer Domenico Tedesco offenbarte gemischte Gefühle: „Wir sind froh über den Punkt. Aber es ist ein Witz, dass wir die erste Halbzeit zurücklagen. Gefühlt hatten wir 90 Prozent Ballbesitz, lassen nichts zu. Mit dem ersten Torschuss und zweimal Flipper liegst du plötzlich zurück, das ist ärgerlich“, sagte er. RB ließ Tiefgang und vor allem Kreativität vermissen. „Es fehlte die zündende Idee, der Geistesblitz im letzten Drittel“, sagte Nationalspieler Lukas Klostermann. (dpa/fe)

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