Borussia Dortmund
  • Julian Brandt erzielte zwar ein Tor, verschuldete aber auch zwei Treffer.
  • Foto: imago/RHR-Foto

„Komplett verschlafen“: BVB patzt bei Hertha

Borussia Dortmund hat zum Hinrunden-Abschluss schwer gepatzt, im Titelrennen der Bundesliga ist nach der Winterpause bis auf Weiteres wieder die große Langeweile angesagt. Der BVB unterlag bei Hertha BSC mit 2:3 (1:0) und verlor als Tabellenzweiter Rekordchampion Bayern München weiter aus den Augen. Der Rückstand auf den Herbstmeister beträgt bei Saison-Halbzeit bereits neun Punkte.

Hertha zeigte vier Tage nach dem 0:4-Debakel in Mainz eine deutliche Leistungssteigerung und feierte am Ende eines komplizierten Halbjahres einen wichtigen Sieg für die Moral. Zudem verschaffte sich Hertha mit dem sechsten Saisonsieg Luft im Tabellenkeller. 

Julian Brandt (31.) traf für Dortmund zur Führung. Nach der Pause drehten Marco Richter (57./69.) und Ishak Belfodil (51.) das Spiel zugunsten der Alten Dame. Steffen Tigges (83.) gelang nur noch das Anschlusstor. BVB musste kurzfristig auf Mats Hummels und Gregor Kobel verzichten. Der Abwehrchef und der Torhüter waren erkältet. Bei der Hertha wurden in Suat Serdar und Stevan Jovetic zwei Schlüsselspieler nicht rechtzeitig fit. Die Berliner versteckten sich allerdings nicht. Hertha hielt in den ersten Minuten nicht nur defensiv dagegen, sondern suchte aktiv den Weg nach vorn. Der Außenseiter kam so zur ersten großen Chance des Spiels. Jurgen Ekkelenkamp (6.) scheiterte aus knapp zehn Metern am gut reagierenden Kobel-Vertreter Marwin Hitz. 

BVB ließ Top-Chancen oftmals ungenutzt

Die Begegnung nahm Fahrt auf, denn Dortmund antwortete mit Offensivdrang. Vor allem über die rechte Seite boten sich dem BVB Räume. Thomas Meunier nutzte sie. Gleich zweimal fand der Belgier mit feinen Zuspielen Marco Reus im Strafraum, beide Male vergab der BVB-Kapitän leichtfertig (11./13.). Die Fahrlässigkeit rächte sich fast umgehend. Ekkelenkamp (15.) trat aus fünf Metern freistehend über den Ball. Nur eine Minute später lag dieser im Dortmunder Tor, Myziane Maolida hatte getroffen. Da Dortmunds Axel Witsel vom im Abseits stehenden Belfodil behindert wurde, erkannte Schiedsrichter Marco Fritz den Treffer nach Ansicht der Videobilder ab. 


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Nach dem turbulenten Auftakt mit Chancenwucher auf beiden Seiten flachte das Spiel ab. Die Dortmunder Führung fiel aus dem Nichts. Nach einem missglückten Klärungsversuch von Maximilian Mittelstädt landete der Ball bei Brandt. Nach dem Seitenwechsel ließ sich Dortmund überrumpeln. Belfodil und Richter wurden bei ihren Toren nicht entscheidend gestört. Der unauffällige BVB-Star Erling Haaland quittierte die Gegentreffer mit genervtem Blick. Dortmund blieb im Spiel, den Gästen boten sich weitere Möglichkeiten. Die Berliner nutzten ihre besser.

Hitz spricht Klartext: „Sind alle sehr unzufrieden!“

Deutlich wurde die BVB-Enttäuschung bereits direkt nach Abpfiff. Torwart Marwin Hitz fand deutliche Worte für den Auftritt der Schwarz-Gelben. „Es war zu wenig von uns. So müssen wir sehr unzufrieden sein. In den letzten 20 Minuten waren wir noch mal drin, davor haben wir die Zeit komplett verschlafen. Wir sind alle sehr unzufrieden, haben zu einfach die Tore bekommen. Drei Gegentore auswärts, dass ist dann sehr schwer“, ärgerte sich Hitz bei Sky und fügte an: „Auswärts können wir mit unseren Punkten und Spielen nicht zufrieden sein.“

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Und dennoch wollte der Schlussmann nicht alles nach Abpfiff schlechtreden. „Unsere Bilanz ist okay, es gab schon schlechtere Vorrunden uns uns. Aber wenn man oben angreifen will, dann muss man auch auswärts Punkte holen. Unser Anspruch ist es auch mal einen klaren Sieg zu holen“, so Hitz abschließend deutlich.

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