Deutschlands Nationalspieler halten sich den Mund zu
Deutschlands Nationalspieler halten sich den Mund zu
  • Das deutsche Team hielt sich vor dem WM-Spiel gegen Japan aus Protest beim Teamfoto den Mund zu.
  • Foto: imago/Ulmer/Teamfoto

WM-Protest in Katar: DFB-Vizepräsident bezeichnet Nationalspieler als „Äffchen“

Vier Wochen nach dem Ende der WM in Katar hat DFB-Vizepräsident Ralph-Uwe Schaffert das Auftreten der deutschen Nationalmannschaft und auch das Verhalten des Deutschen Fußball-Bunds scharf kritisiert.

Einem Bericht der „Hildesheimer Allgemeinen Zeitung“ zufolge sagte der Präsident des Norddeutschen Fußballverbandes am Sonntag beim Neujahrsempfang des Kreisverbands Hildesheim: „Wenn sich die deutschen Nationalspieler wie Äffchen die Münder zuhalten und sich den Friseur ins Hotel bestellen, muss man sich nicht wundern, wenn sie gegen Japan verlieren.“

Schaffert äußert sich deutlich zum Auftritt des Nationalteams in Katar

Schaffert nannte den gesamten WM-Verlauf aus deutscher Sicht „eine große Blamage” und kritisierte auch die Diskussionen über das Gastgeberland Katar sowie den Umgang mit der Menschenrechtssituation vor Ort als „verlogen und scheinheilig.

Deutsche Unternehmen haben dort zweistellige Milliardenbeträge mit verschiedenen Projekten verdient. Kritik daran habe ich nicht gehört – weder vom DFB noch von sonst wem”, sagte der wichtigste norddeutsche Fußball-Funktionär.


MOPO

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Bei einer Veranstaltung mit dem Landesbischof Ralf Meister und einem Vertreter der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte Schaffert die WM-Vergabe an Katar noch im November zu Beginn des Turniers als Fehler bezeichnet.

In seiner Heimatstadt Hildesheim sagte er am Sonntag jedoch: „Wenn eine WM nur noch in Ländern ausgetragen werden soll, die man selbst gut findet, dann bleiben nicht viele übrig. Vielleicht Luxemburg oder die Schweiz.”

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Der langjährige Richter des Oberlandesgerichts Celle war im vergangenen Jahr jeweils zum neuen Präsidenten des Norddeutschen und des Niedersächsischen Fußball-Verbands gewählt worden. Beim DFB ist er als Vizepräsident für sozialpolitische Aufgaben, DFB-Stiftungen und Satzungsfragen zuständig. (dpa/yj)

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