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Bruno Labbadia und Fabian Wohlgemuth
  • Die von VfB-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth erhoffte „Trendumkehr“ unter Bruno Labbadia blieb aus.
  • Foto: imago images/Sportfoto Rudel

„Respektvoll“: VfB-Bosse verteidigen Ablauf der Labbadia-Entlassung

Die Trennung von Bruno Labbadia hatte sich bereits seit dem vergangenen Samstagnachmittag abgezeichnet, offiziell machte der VfB Stuttgart sie aber erst am frühen Montagabend – zur Verwunderung vieler. Bei der Vorstellung von Labaddias Nachfolger Sebastian Hoeneß haben Sportdirektor Fabian Wohlgemuth und Vorstandschef Alexander Wehrle den Entscheidungsprozess des abstiegsbedrohten Bundesligisten nun aber verteidigt.

„Wenn es zu lange dauert, dann ist es eine Hängepartie. Wenn es aber schnell geht, dann ist es ein abgekartetes Spiel“, sagte Wohlgemuth am Dienstag. „Wir haben mit allen Beteiligten Gespräche geführt und deswegen war es auch eine respektvolle Trennung.“

VfB-Bosse wollten kein Trainerwechsel in Länderspielpause

In der Länderspiel-Pause habe man bewusst nicht reagiert, sagte Wohlgemuth. „Erst einmal sind wir der Meinung, dass wir mit einer inkonstanten Personalpolitik nicht weiterkommen und deswegen haben wir von Spiel zu Spiel die Lage neu bewertet und erörtert, dass wir uns gemeinsam die Chance geben. Wir haben auf eine Trendumkehr gehofft“, sagte der 44-Jährige.


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Zwei Tage nach der 0:3-Niederlage beim 1. FC Union Berlin am Samstag entschieden sich die Verantwortlichen dann dazu, Labbadia freizustellen. „In erster Linie ist das eine Entscheidung von Fabian und meiner Person“, erklärte Wehrle. „Nach der Analyse haben wir uns relativ schnell mit Sebastian getroffen und intensiv unterhalten.“

Entscheidung gegen Bruno Labbadia fiel erst am Montag

Anschließend sei der Präsidialausschuss, der aus drei Personen aus dem Aufsichtsrat besteht, in Kenntnis gesetzt worden. „Gemäß des Zustimmungskatalogs ist dann eine Abstimmung notwendig. Wir hatten am Wochenende diese beiden Abstimmungen“, erklärte Wehrle. „Einmal zum Thema Bruno Labbadia und danach noch einmal zur Einstellung von Sebastian Hoeneß.“

Ebenjener Hoeneß hat trotz der tiefen Krise beim VfB vor seiner Premiere Zuversicht verbreitet. „Ich glaube fest an die Mannschaft, sie hat Potenzial mit hoher individueller Qualität. Ich sehe eine Mannschaft mit Stärken, um die nächsten Aufgaben zu bestehen“, sagte der 40-Jährige vor dem Pokal-Viertelfinale am Mittwoch (18 Uhr/Sky) beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg.

Neuer VfB-Trainer Hoeneß will „nur nach vorne schauen“

Es gelte nun, so Hoeneß, „die Aufgabe im Pokal zu meistern und dann in Bochum zu bestehen“. Am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) steht für den Tabellenletzten das wegweisende Kellerduell in der Liga beim VfL Bochum an.

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Nach der Entlassung von Labbadia wollte Hoeneß nicht mehr „in die Vergangenheit schauen und nicht über Probleme sprechen. Die Tabelle zeigt, dass es Themen gibt. Aber ich möchte nach vorne schauen. Wir haben in dieser Woche eine Riesenchance, eine Umkehr und einen Stimmungsumschwung hinzubekommen“, betonte der neue VfB-Coach: „Alles andere ist für mich nicht relevant und Zeitverschwendung.“

DFB-Pokal: Stuttgart trifft am Mittwoch auf Nürnberg

Das Pokalspiel beim „Club“ bezeichnete Hoeneß als „Riesenchance für uns als Klub und Mannschaft, einen nächsten Step in Richtung Berlin zu machen. Darauf werden wir uns vorbereiten“.

Sportdirektor Wohlgemuth hofft dabei, dass es Hoeneß in der Kürze der Zeit schafft, „aus Spielern, die zu sehr zweifeln, Kratzer und Beißer zu machen. Es geht darum, die Mannschaft wachzurütteln. Dafür ist Sebastian genau der Richtige“. (dpa/sid/mp)

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