Zion Suzuki schaut konzentriert
  • Zion Suzuki (21) lief 2022 zum ersten Mal für die japanische Nationalmannschaft auf.
  • Foto: xIMAGO / Sebastian Frej

Nach Patzern: Japans National-Keeper rassistisch beleidigt

Der japanische Nationaltorhüter Zion Suzuki ist laut eigenen Angaben nach der Partie gegen den Irak am vergangenen Freitag in den sozialen Medien rassistisch beleidigt worden. Bei der überraschenden 1:2 (0:2)-Niederlage seines Teams hatte er durch einen Fehler das irakische Führungstor verschuldet. Auch in der Partie gegen Vietnam (4:2) war er unsicher aufgetreten.

„Ich werde mich davon nicht unterkriegen lassen“, sagte er. Der 21-Jährige wolle sich „mit guten Ergebnissen revanchieren“. Wie die Nachrichtenagentur „AFP“ berichtet, war die Kommentar-Funktion auf Suzukis Instagram-Account am Montag deaktiviert worden.

Der in den USA geborene Keeper zog mit seiner Familie als Kind ins Heimatland seiner japanischen Mutter, begann bei den Urawa Red Diamonds mit dem Fußballspielen. Aktuell spielt Suzuki für Sint-Truiden in Belgien.

Erneuer Rassismus-Eklat gegen Torhüter

Der Vorfall ist ein weiterer Rassismus-Eklat in kurzer Zeit. In der italienischen Profiliga Serie A war es bei der Partie Udinese Calcio gegen AC Mailand zu einer Spielunterbrechung gekommen. Udine-Fans hatten Milan-Keeper Mike Maignan mit Affenlauten verunglimpft. Auch in Englands Championship war ein Spieler von Sheffield Wednesday rassistisch beleidigt worden.

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FIFA-Präsident Gianni Infantino forderte nach den Vorfällen weltweite Stadionverbote für Fans und „automatische Ausschlüsse“ für Mannschaften, deren Anhänger rassistische Beschimpfungen äußern. Im letzten Gruppenspiel der Asienmeisterschaft ist Japan am Mittwoch (12.30 Uhr/DAZN) gegen Indonesien gefordert. (lg/sid)

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