Bundestrainer Hansi Flick
  • Bundestrainer Hansi Flick war nach dem 2:0 gegen Liechtenstein nicht zufrieden - doch er mahnt davor, nicht auf Anhieb Wunderdinge zu erwarten.
  • Foto: imago/Sven Simon

DFB-Motor stottert: Flick bittet Fans vor Armenien-Spiel um Geduld

Wie gut, dass gleich der nächste Kick ansteht. So bietet sich den DFB-Assen die Chance, das magere 2:0 gegen Liechtenstein gleich mal zu relativieren. Der Auftakt unter Bundestrainer Hansi Flick lief deutlich unrunder als von allen erhofft, auf dem richtigen Weg wähnen sie sich trotzdem. Das sollen am Sonntag in Stuttgart (20.45 Uhr, live bei RTL) die Armenier in der WM-Qualifikation zu spüren bekommen.

So richtig leicht fiel es ihm nicht, die passenden Worte zu finden. Natürlich war Flick nicht zufrieden mit dem Gebotenen, das tat er auch kund. „Man muss mehr Tore schießen, das haben wir nicht geschafft“, erklärte der 56-Jährige nach dem Sieg in St. Gallen. Doch wer gleich bei seiner Premiere Wunderdinge erwartete, dem erteilte Flick eine Lektion: „Wir haben einen langen Weg vor uns. Das war erst der Anfang.“

Darum machte es Liechtenstein dem DFB-Team so schwer

Abhaken, daraus lernen – und weiter geht’s. So ist Flicks Devise. Damit taten sich nach dem Spiel vor allem diejenigen schwer, die den Eindruck hatten, Jogi Löws Nachfolger könne nicht nur über Wasser gehen, sondern seinem Team binnen drei Trainingstagen auch sofort Flügel verleihen. Daraus wurde auch deshalb nichts, weil Liechtenstein so tief stand, wie selten zuvor ein Gegner in der 979 Spiele umfassenden deutschen Länderspiel-Geschichte. So wurde aus dem erhofften Schützenfest ein Arbeitssieg.


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Und dennoch: Die Euphorie um Flick ist weiterhin gegeben. Weil jeder weiß, dass Liechtenstein (ob nun klar oder knapp besiegt) ohnehin kein Gradmesser sein darf. Da kommt die Partie gegen Armenien gerade recht. Kein Gegner von größtem Format, aber als 88. der FIFA-Weltrangliste immerhin 101 Plätze besser notiert als die Fußball-Zwerge aus dem Fürstentum. Ein letztlich doch größerer Prüfstein, einer, gegen den das deutsche Team mehr zeigen muss.

Drei DFB-Stars kehrten als kleine Gewinner vom Spiel zurück

Sie freuen sich auf den neuen Trainer und seine Stars – das ist nach wie vor der größte Unterschied zu den letzten Amtsjahren unter Vorgänger Löw. Eine Chance, die es nun zu nutzen gilt. Zumindest der eine oder andere kam ja auch mit Schwung aus St. Gallen zurück. Jamal Musiala, der Shooting-Star, der alle begeistert. Leroy Sané, der deutlich engagierter wirkte. Oder Timo Werner, der wegen seines Treffers zum 1:0 sichtlich befreit wirkte.

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Kleine Ansätze für Flick, der eines aber genau weiß: Aller eingeforderten Geduld zum Trotz braucht sein Team jetzt mal einen rundum überzeugenden Auftritt, um die Fans wieder komplett hinter sich zu bringen und die Vision einer rosigen Zukunft noch glaubhafter zu machen. Das anstehende Heimspiel und die Chance, Tabellenführer in der Gruppe zu werden, bieten die passende Gelegenheit.

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