Erling Haaland attackiert die BVB-Bosse
  • Erling Haaland hätte ausreichend Grund zur Freude gehabt nach dem 5:1 gegen Freiburg. Er ließ aber seinen Frust raus.
  • Foto: WITTERS

BVB-Hammer! Haaland attackiert Bosse live im TV – Watzke reagiert

Der bärenstarke Auftritt von Borussia Dortmund im Topspiel gegen den SC Freiburg geriet schnell zur Nebensache. Torjäger Erling Haaland ist verärgert und fühlt sich vom Verein unter Druck gesetzt.

Marco Rose schwärmte nach der Galavorstellung seiner Mannschaft von einer „bärenstarken Leistung“ an einem „tollen Abend“, da erwies sich Erling Haaland als Partycrasher. Der verärgerte Torgigant beschwerte sich bitterlich über das Verhalten der Verantwortlichen von Borussia Dortmund in der Frage nach seiner Zukunft. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke reagierte mit Unverständnis auf die Kritik seines Sturmjuwels – die Zeichen stehen auf Trennung.

Erling Haaland: „Der Klub setzt mich unter Druck“

„Ich möchte eigentlich nur Fußball spielen, aber sie drängen mich“, klagte Haaland nach dem 5:1 (3:0) im Topspiel der Fußball-Bundesliga gegen den SC Freiburg beim norwegischen TV-Sender Viaplay. Er habe „das letzte halbe Jahr aus Respekt vor Dortmund nichts gesagt, ich habe alle anderen auf der ganzen Welt reden lassen. Aber der Klub setzt mich unter Druck, dass ich mich entscheide“.

Hans-Joachim Watzke „kann das nicht nachvollziehen“

Damit geriet die Dortmunder Machtdemonstration schnell zur Nebensache. Watzke war um Schadensbegrenzung bemüht. „Wir setzen Erling überhaupt nicht unter Druck“, sagte der BVB-Boss den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Derzeit gebe es mit der Haaland-Seite weder Gespräche noch Termine, so Watzke: „Daher kann ich das nicht nachvollziehen.“


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Ein Abschied des 21-Jährigen im Sommer wird damit immer wahrscheinlicher. Haaland besitzt in Dortmund zwar noch einen Vertrag bis Juni 2024, nach dieser Saison kann er den DFB-Pokalsieger aber aufgrund einer Ausstiegsklausel für kolportierte 75 Millionen Euro verlassen. „Das bedeutet wohl, dass ich jetzt mal zu Potte kommen muss. Sie wollen eine Antwort. Das bedeutet, dass die Dinge passieren müssen“, sagte Haaland nach seinen Ligatoren 54 und 55 im 56. Spiel.

Watzke: „Das wird ihm auch einleuchten“

Watzke betonte zwar sein „Topverhältnis“ zu Haaland, und er sei ja „ein spontaner Mensch und noch ein junger Bursche“, aber: „Wir können nicht bis Mai warten, das wird ihm auch einleuchten. Dass man irgendwann mal über die Zukunft spricht, muss er als Profi auch verstehen.“

Borussia Dortmund muss sich um möglichen Ersatz bemühen

Die Haltung des Vereins ist verständlich. Im Idealfall stehen im April und Mai noch wichtigere Spiele in drei Wettbewerben an. Und bei einer Trennung muss sich der BVB in schwierigen Zeiten frühzeitig um einen Ersatz bemühen. 

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Haaland will sich derzeit aber lieber nur auf seinen Job konzentrieren. In einer „idealen Welt“ würde er jetzt nicht entscheiden: „Wir sind in einer harten Phase mit vielen Spielen, ich will eigentlich nur Fußball spielen, aber das kann ich nicht.“

Haaland und Meunier treffen gegen Freiburg doppelt

Am Freitagabend gelang es ihm und seinen Mitspielern dennoch glänzend. Neben Haaland traf auch Kopfballungeheuer Thomas Meunier erstmals in der Bundesliga doppelt. Mahmoud Dahoud sorgte gegen enttäuschende Freiburger für den Schlusspunkt eines rauschendes Festes.

Marco Rose schielt auf die Meisterschale

Damit meldete sich der BVB endgültig im Titelrennen zurück. Der Verein, betonte Rose, habe schon den Anspruch, „irgendwann die Meisterschale mal wieder in Dortmund zu haben“. Dafür müsse man aber „noch besser werden“. Es sei wichtig, „dass wir auf uns schauen“.

Julian Brandt: „Das sind alles geile Kicker“

Auch Julian Brandt schöpft nach dem perfekten Rückrundenstart mit zwei Siegen neue Hoffnung. „Dass man jetzt nicht jedes Spiel gewinnen wird, ist klar, so ist Fußball am Ende. Aber grundsätzlich sind das alles geile Kicker, die Bock haben, Spiele zu gewinnen und in Zukunft alles dafür geben werden“, sagte der Nationalspieler bei DAZN. (fa/sid)

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